Leinsaat: Genveränderte Leinsaat aus der Ukraine gemeldet

3. Juni 2019 um 11:02 , Der AUDITOR
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KIEW/BRATISLAVA. Vergangene Woche meldete die Europäische Kommission über ihr Schnellwarnsystem Auffälligkeiten bei Leinsaatimporten aus der Ukraine.

Slowakei meldet GVO-Fund
Am 28.05.2019 wurde über den Feed des RASFF-Portals die Meldung verbreitet, dass eine Leinsaatlieferung aus der Ukraine an der slowakischen Grenze zurückgewiesen wurde. Der Grund: Die Ware hatte bei Analysen nicht zugelassene, genveränderte Merkmale aufgewiesen. 

Kleine Ernte und geringes Exportpotential
Ungünstige Wetterverhältnisse hatten die ukrainische Leinsaatproduktion in dieser Saison bereits das zweite Jahr in Folge reduziert. Mit gerade einmal 40.000-45.000 mt sank das Ergebnis auf ein 10-Jahrestief.

Auch das Exportpotential sinkt weiter. Laut den Zahlen der Europäischen Kommission waren die Leinsaatlieferungen schon 2018 in die EU gegenüber dem Vorjahr um 68% auf 6.612 mt zurückgegangen. Die Analysten der APK-Inform Agency schätzen das Exportpotential für die Leinsaatausfuhr 2018/19 auf lediglich 11.000 mt.

Braune Bio-Leinsaat in Futtermittelqualität wird von ukrainischen Händlern aktuell für 500 EUR/mt FCA Ukraine angeboten. Kontraktpreise für gelbe Leinsaat, 99,9% Reinheit aus der Ukraine liegen bei 761 EUR/mt CIF EMP.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Leinsaat, braun, 99.9% Reinheit, Osteuropa
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