Leinsaat: Die Suche nach der braunen Leinsaat

10. Juli 2017 um 10:13 , Der AUDITOR
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LODZ. Die russische Leinsaatproduktion 2017 steht unter keinem guten Stern. Um sich frühestmöglich die benötigten Mengen zu sichern, reisen große polnische Verarbeiter durch die Ursprungsregionen.

Berichten zufolge laufen die Verhandlungen für Lieferungen mit neuerntiger Ware schleppend. Insbesondere in Russland sind die Produktionsaussichten unklar, hinzu kommen heftige Niederschläge in den Anbauregionen. Der hohe Feuchtigkeitslevel veranlasst die Bauern zu erhöhtem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Fast 510.000 mt exportiert
Dem gegenüber steht eine erfolgreiche Exportsaison 2016/17. Im Mai lieferten russische Exporteure 30.200 mt Leinsaat ins Ausland, im April waren es 25.700 mt – im Mai 2016 lediglich 21.600 mt. Seit Saisonbeginn wurden insgesamt 509.600 mt Leinsaat aus Russland exportiert, ein Anstieg um 37% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, so UkrAgroConsult. Mehr als die Hälfte der Exportmenge wurde in die EU geliefert, die Türkei ist mit 188.550 mt der zweitwichtigste Abnehmer.

Leinsaat, braun

Qualität

EUR/mt

99,9% Reinheit, DDP Deutschland

490-500

Rohware, FCA Russland

317-323

Rohware, FCA Kasachstan

305-315

Preise für neue Ernte
Die Preise für osteuropäische Leinsaat aus der aktuellen Ernte halten weiterhin das Niveau von rund 500 EUR/mt DDP Deutschland. Trotz der unklaren Ertragsaussichten für russische Leinsaat kursieren im Markt Angebote für neue Ernte. Bei Lieferung bis Februar 2018 soll osteuropäische Leinsaat, 99% Reinheit ab 470-480 EUR/mt DDP Deutschland zu bekommen sein. 

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Preischart Leinsaat, 99,9%, Osteuropa

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