Kürbiskerne: Shine Skins neue Ernte so günstig wie lange nicht

23. Juli 2020 um 15:16 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

PEKING. Dem chinesischen Kürbiskernmarkt fehlt es sowohl an Auslands-, als auch an Inlandsnachfrage. Europäische Käufer…

… können sich vorerst noch aus bereits importierten Beständen bedienen, während das Interesse für neuerntige Lieferungen derzeit gering ist.

Marktteilnehmer bestätigen den guten Zustand der Kürbisspflanzen in der Provinz Xinjiang, weshalb dank größerer Anbaufläche mit einem deutlichen Produktionsplus bei Shine Skins zu rechnen sei. Auch GWS-Kerne sollten ausreichend vorhanden sein, mögliche Engpässe in der Saison 2020/2021 sollen durch alterntige Ware aufgefüllt werden. 

Neue Ernte zu attraktiven Preisen

Bei den Exportpreisen für prompte Lieferungen gibt es derzeit wenig Volatilität. Der Fokus liegt auf der neuen Ernte. Hier sind die Angebote für GWS-Kerne vergleichbar mit den Spotpreisen der chinesischen Händler, was aktuell noch bedeuten würde, dass die Preise für Grade A rund 200 USD/mt teurer sind als im Vorjahr.

Die Preise für Shine Skins aus der neuen Ernte werden dagegen niedriger angesetzt als für Spotlieferungen, aber auch hier liegt der Aufschlag bei Grade A gegenüber dem Vorjahr bei 200 USD/mt. Marktteilnehmer begründen das mit erhöhter Nachfrage für diese Qualität, weshalb der Unterschied zur Grade-AA-Ware schrumpft. Hier sind die Angebote für neue Ernte inzwischen so niedrig wie im Herbst 2018. 

Kürbiskerne, China in USD/kg

Typ

Ernte 2019

Ernte 2020

GWS, Grade A

2,55-2,61

2,550

GWS, Grade AA

2,65-2,68

2,630-2,700

Shine Skin, Grade A

2,64-2,83

2,555

Shine Skin, Grade AA

3,18-3,30

2,750-3,100

CFR Hamburg

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
- Preischart für Kürbiskerne, GWS, Grade AA
- Preischart für Kürbiskerne, Shine Skin, Grade AA
- weitere Preischarts

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Kürbiskerne, Shine Skin, Grade A
Dateisymbol
Preischart Kürbiskerne, Shine Skin, Grade AA

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
22.10.2026
ISLAMABAD/NEU-DELHI. In Pakistan soll die Sesamernte 2026/2027 kleiner ausfallen als bisher erwartet. In Indien festigt gute Inlandsnachfrage die Sesampreise.
Ölsaaten
21.10.2026
SOFIA/BRÜSSEL. Logistische Herausforderungen sorgen für höhere Preise. Türkei steigert Importe aus der EU. Kasachische Sonnenblumenkerne spüren Druck durch russische Rekordernte.
Ölsaaten
21.10.2026
DALIAN/KYJIW. Die kleinere chinesische Shine-Skin-Ernte treibt den Kürbiskernmarkt nach oben, besonders EU-konforme Ware ist knapp. Steigende Produktions- und Logistikkosten verstärken den Preisdruck. In der Ukraine gewinnt der kommerzielle Kürbisanbau an Bedeutung, doch Dürre und fehlende Lagerkapazitäten bremsen die Entwicklung.
Ölsaaten
19.10.2026
OLMÜTZ. Inoffzielle Schätzungen halten eine deutlich kleinere Mohnernte für möglich. Grund sind die extrem geringen Erträge in einigen Regionen. Die Preise orientieren sich an der Nachfrage.