Kürbiskerne: Preise legen 10% zu

11. April 2017 um 11:24 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

DALIAN. Berichte über 40-50% kleinere Anbauflächen für Kürbiskerne wirbeln den chinesischen Markt ganz schön durcheinander und vor allem: kurbeln die Verkäufe an.

Nicht jeder kann es sich leisten
Je nach Lieferant werden chinesische Kürbiskerne derzeit mit massiven Preisunterschieden angeboten und liegen bis zu 10% über den Angeboten der Vorwoche. Tatsächlich geht der Trend insgesamt nach oben. Basierend auf den Saatgutverkäufen werden die Anbauflächen für die Kürbiskernproduktion 2017 rund 40-50% kleiner geschätzt als im Vorjahr.
Das wirkt sich auch auf die Nachfrage aus. Während einige Lieferanten über einen mäßigen Nachfrageanstieg berichten, sind anderen eigenen Angaben zufolge inzwischen bis Ende Mai ausgebucht. Diese Händler erlauben es sich dann, die Preise entsprechend anzuheben.  

Kürbiskerne, China

Typ

USD/mt

GWS, Grade A

1.950-2.010

GWS, Grade AA

2.300-2.320

Shine Skin, Grade A

1.920-2.010

Shine Skin, Grade AA

2.320-2.370

CFR Hamburg

Tiefphase ist vorbei
In den kommenden Monaten werden die Nachfrageentwicklung und das Wetter entscheidenden Einfluss auf die Preise nehmen. Sollte sich die Prognosen bezüglich der Anbaufläche bewahrheiten, bleibt zu hoffen, dass zumindest ein guter Hektarertrag erreicht werden kann und die Preise nicht wieder in astronomische Höhen schießen. Ein baldiger Preisrückgang ist dennoch nicht zu erwarten. 

Angehängte Dateien

Dateisymbol
Preischart Kürbiskerne, GWS, Grade A
Dateisymbol
Preischart Kürbiskerne, Shine Skin, Grade A

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
20.05.2026
ASTANA/BRÜSSEL. In Kasachstan geht die Leinsaataussaat gut voran. Gute Wetterverhältnisse unterstützen die positiven Erwartungen. Experten sprechen sich gegen die Erhebung möglicher Exportzölle auf kasachische Ölsaaten aus.
Ölsaaten
20.05.2026
SOFIA/KYJIW. Die Saison 2025/2026 schreitet stetig voran. Mit jedem Monat der vergeht, bevor die neue Ernte im Sommer verfügbar wird, verringern sich die ohnehin schon knappen Bestände weiter.
Nüsse
18.05.2026
NEU-DELHI. Die indische Regierung verkauft ihre Erdnussbestände teurer als erwartet, was dem Markt eine gewisse Unterstützung bietet. Geopolitische Faktoren erschweren zudem den Import anderer Speiseöle. Dennoch könnte es bald zu Preisrückgängen kommen.
Ölsaaten
14.05.2026
NEU-DELHI/DODOMA. In Tansania wurde letzte Woche die Sesamsaison 2026/27 eröffnet, und die Erzeuger zeigen sich optimistisch bezüglich der Preisentwicklung. In Indien zeigt die Sommerernte ein uneinheitliches Bild. Chinas hohe Bestände dämpfen die Kaufaktivität.