Kürbiskerne: Illegale Preisabsprachen

25. Oktober 2016 um 11:12 , Der AUDITOR
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DALIAN. Die SIAL sollte für die Kürbiskernexporteure ein rauschendes Absatzfest werden. Allerdings wurden alle Hoffnungen auf der Messe schlagartig enttäuscht. Nun ist die Realität eingekehrt und die Exporteure sind so verzweifelt, dass sie vor nichts mehr zurückschrecken.

Auch nicht vor kriminellen Machenschaften.

Der Herausforderung nicht gewachsen
Jeder, der was auf sich hält, war letzte Woche auf der SIAL. Die Exporteure erhofften sich einen reißenden Absatz. Doch entpuppte sich die Messe zur einer absoluten Katastrophe. Das Problem: Das Kaufinteresse an Kürbiskernen ist so niedrig wie nie zuvor. Der Grund. Die meisten Abnehmer haben inzwischen ihre Rezepturen geändert und brauchen wesentlich weniger Kürbiskerne. Dies stellt die Chinesen vor eine große Herausforderung. Die Stände konnten nur wenig Besucher anlocken und es wurden zu wenig Verträge geschlossen. Manch einer bangte sogar um sein Rückflugticket.

Illegale Preisabsprachen
Die Exporteure reagierten flink und haben noch auf der Messe ein Meeting einberufen mit dem Ziel den drohenden Preisverfall zu stoppen und wieder normale Preise zu erreichen. Die Lösung waren Preisabsprachen. Mit einem einheitlichen Auftreten sollte Schwung ein den Markt gebracht werden. Dieser Versuch geht momentan allerdings ordentlich nach hinten los. Angesichts der schlechten Verkäufe sehen sich die ersten gezwungen den Kollegen in den Rücken zu fallen und Kürbiskerne zu deutlich niedrigeren Preisen anzubieten. Damit riskieren sie den Unmut ihrer Kollegen. Angesichts der Missgunst und des Misstrauens im Markt ist es unwahrscheinliche, dass die Exporteure weitere Preisrückgänge verhindern können.

 

Kürbiskerne, China

Typ

Grade

USD/mt

GWS

A

2.090

GWS

AA

2.300

Shine Skin

A

1.960

Shine Skin

AA

2.300

CFR Hamburg

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