Kürbiskerne: Gesundheitsbehörden müssen Fabriken freigeben

10. Februar 2020 um 11:34 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

PEKING. Außerhalb der gesperrten Bezirke nehmen viele Unternehmen die Arbeit heute wieder auf. Mundschutz ist für die Angestellten in der Regel dennoch Pflicht. Büroangestellte arbeiten im Homeoffice. Örtliche Gesundheitsbehörden führen Prüfungen durch, bevor Fabriken wieder produzieren dürfen.

Weitere Verzögerungen erwartet

Die örtlichen Gesundheitsbehörden inspizieren die Fabriken und müssen eine Freigabe erteilen, bevor die Produktion weitergehen kann. Wie lange dieser Prozess dauert ist schwer zu sagen. Aktuell halten sich Kürbiskernexporteure daher noch mit Preisen zurück. Sie hoffen allerdings, bis Ende dieser Woche wieder Angebote abgeben zu können.

Wie Marktteilnehmer berichten, stehen am Hafen von Dalian mehrere mit Kürbiskernen beladene Container. Diese wurden bereits vor dem Neujahrsfest beladen, aufgrund der verlängerten Ferien und fehlender Arbeitskräfte bisher allerdings nicht verschifft.

Weitere Verzögerungen sind vorerst nicht auszuschließen. LKW-Fahrer und Hafenarbeiter, die regelmäßig zwischen verschiedenen Provinzen pendeln, müssen nach Ankunft erst für 14 Tage in Quarantäne, um eine Infektion auszuschließen. Eine komplette Schiffsladung zusammenzubekommen, gestaltet sich daher schwierig.

Zudem ist ungewiss, ob verschiffte Ware überhaupt in den Zielhäfen angenommen würde. Ware, die jetzt zur prompten Verschiffung in China gekauft würde, wäre bestenfalls Ende April bei den europäischen Käufern.

Die eingeschränkte Aktivität an den chinesischen Häfen hatte auch zur Folge, dass viele Frachter nach Südkorea umgeleitet wurden. Die für China bestimmten Container werden in Busan zwischengelagert, bis sich die Situation entspannt hat. Allerdings stößt der Hafen langsam an seine Kapazitätsgrenze. 

Zentralbank gewährt Darlehen von 39 Mrd. Euro

Für nicht infizierte Personen in betroffenen Regionen spielt sich das Leben weiterhin in den eigenen vier Wänden ab. Verlassen dürfen sie Häuser ihre nur einmal am Tag, um Lebensmittel einzukaufen. Temperaturkontrollen sind Pflicht.

Am vergangenen Sonntag hatte die chinesische Zentralbank angekündigt, Unternehmen, die zur Prävention und Eindämmung der Krankheit beitragen, mit umgerechnet gut 39 Mrd. Euro an Krediten zu unterstützen. Über die Vergabe der Darlehen entscheiden landesweit tätige Banken und kleinere Geldinstitute in zehn Provinzen und Städten.

Für mehr Informationen gehen Sie
- Preischart für Kürbiskerne, GWS, Grade A
- Preischart für Bio-Kürbiskerne, GWS, Grade A 
- Preischart für Kürbiskerne, Shine Skin, Grade A
- weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Ölsaaten
22.10.2026
ISLAMABAD/NEU-DELHI. In Pakistan soll die Sesamernte 2026/2027 kleiner ausfallen als bisher erwartet. In Indien festigt gute Inlandsnachfrage die Sesampreise.
Ölsaaten
21.10.2026
SOFIA/BRÜSSEL. Logistische Herausforderungen sorgen für höhere Preise. Türkei steigert Importe aus der EU. Kasachische Sonnenblumenkerne spüren Druck durch russische Rekordernte.
Ölsaaten
21.10.2026
DALIAN/KYJIW. Die kleinere chinesische Shine-Skin-Ernte treibt den Kürbiskernmarkt nach oben, besonders EU-konforme Ware ist knapp. Steigende Produktions- und Logistikkosten verstärken den Preisdruck. In der Ukraine gewinnt der kommerzielle Kürbisanbau an Bedeutung, doch Dürre und fehlende Lagerkapazitäten bremsen die Entwicklung.
Ölsaaten
19.10.2026
OLMÜTZ. Inoffzielle Schätzungen halten eine deutlich kleinere Mohnernte für möglich. Grund sind die extrem geringen Erträge in einigen Regionen. Die Preise orientieren sich an der Nachfrage.