Kürbiskerne: Exporteure verbreiten Panik

2. Mai 2017 um 11:57 , Der AUDITOR
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DALIAN. Vor ein paar Wochen stießen die Berichte über eine 40-50% kleinere Anbaufläche in 2017/18 einen Preisanstieg an. Jetzt äußern erste Händler ihre Zweifel.

Die Gerüchteküche brodelt
Im März 2017 sanken die chinesischen Kürbiskernpreise auf ein Elf-Jahrestief, welches für viele Händler mit Verlustverkäufen einherging. Dann werden ersten Prognosen bezüglich der Kürbiskernproduktion 2017 gemacht. Basierend auf den Saatgutverkäufen gingen Markteilnehmer von einer 40-50% kleineren Anbaufläche aus als im Vorjahr. Diese Information reichte aus, um das Interesse der Käufer zu wecken und die Preise legten stetig zu. Je nach Lieferant liegen die Angebote bei 2.000-2.200 USD/mt für Grade A und 2.400-2.600 USD/mt für Grade AA Kerne. 

Kürbiskerne, China

Typ

USD/mt

GWS, Grade A

2.030

GWS, Grade AA

2.460

Shine Skin, Grade A

2.030

Shine Skin, Grade AA

2.460

CFR Hamburg

Vorsicht, Verbrennungsgefahr!
Inzwischen gibt es aber erste chinesische Händler, die den Markt anders einschätzen. Die Aussaat solle ihrer Meinung nach nicht wesentlich kleiner ausfallen als 2016. Exporteure würde diese Gerüchte streuen, um ihre alterntigen Bestände loszuwerden und ein höheres Preisniveau durchzusetzen. Sollte das der Fall sein, ging ihre Taktik bis jetzt jedenfalls voll auf.

Der chinesische Kürbiskernmarkt war noch nie für seine hohe Transparenz bekannt, aber auch von anderer Seite wird berichtet, dass zumindest die Bauern in der Inneren Mongolei aufgrund mangelnder Alternativen ähnliche große Flächen mit Kürbiskernen bestellen werden wie im letzten Jahr. Auch im Nordosten Chinas wird mit einer vergleichbaren bzw. nur wenig kleineren Fläche gerechnet.

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Dateisymbol
Preischart Kürbiskerne, GWS, Grade A
Dateisymbol
Preischart Kürbiskerne, Shine Skin, Grade A

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