Kokosraspel: Warenknappheit lässt Preise weiter steigen

25. März 2025 um 16:20 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

MANILA. Die Verknappung auf dem Kokosmarkt spitzt sich weiter zu, und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Das macht sich weiterhin bei den Preisen bemerkbar.

Kaum prompte Lieferungen möglich

Die Rohwarenknappheit auf dem internationalen Kokosmarkt hält weiterhin an und macht sich mehr als deutlich bemerkbar; so berichten beispielsweise die Experten von JCP International, dass zwei der größten indonesischen Verarbeiter zusammen 3.500 Mitarbeiter entlassen mussten. Das macht sich natürlich auch bei den Preisen bemerkbar, die bei allen Kokosprodukten einen Aufwärtstrend aufweisen. Dies wird vor allem bei Kokosöl deutlich, und das, obwohl die Palmölpreise eher rückläufig sind.

Die Verfügbarkeit von philippinischen Produkten wie Kokosraspeln ist extrem eingeschränkt. Laut JCP International gibt es keine Angebote für prompte Lieferungen, und selbst die Bestellung kleiner Mengen für das dritte Quartal gestalten sich als ausgesprochen schwierig. Dazu tragen neben der Rohwarenknappheit auch verspätete Lieferungen bei, die sich teilweise auf bis zu einen Monat Rückstand belaufen können. Indonesische Anbieter haben eine begrenzte Menge für Lieferungen im Mai und Juni verfügbar, für April gibt es kaum noch Ware. Käufer, die ihre Produkte üblicherweise von den Philippinen beziehen, versuchen nun, auf Indonesien auszuweichen, was den Preisdruck zusätzlich verstärkt. Da hier große Mengen roher Kokosnüsse nach China und Thailand exportiert werden, fällt es den indonesischen Verarbeitern schwer, an ausreichend Ware zu kommen. Sri Lanka bleibt den Experten zufolge der teuerste Ursprung, auch wenn die Preise hier kürzlich leicht nachgegeben haben. Die Anbieter finden dennoch weiterhin Käufer.

Hitzestress und drohender El Niño

Eine Besserung der Situation ist vorerst nicht in Sicht, da die Wetteraussichten alles andere als rosig sind. Frühe Daten zeigen eine Erwärmung des Ostpazifiks an, was auf ein El-Niño-Wetterphänomen später im Jahr hindeutet. Noch ist es zu früh, um hier genaue Vorhersagen zu treffen, doch die Situation muss genau im Auge behalten werden. Zurzeit haben viele asiatische Erzeuger mit Hitzestress zu kämpfen, der die Ernte verzögert und die Qualität der Kokosnüsse beeinträchtigt. Das dürfte die Knappheit weiter verschärfen.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
weitere Preischarts

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Nüsse
16.04.2026
ORDU. Ferrero sieht sich diese Woche mit unangekündigten Kontrollen konfrontiert. Zudem könnten die aktuellen Preisniveaus für Haselnüsse den Süßwarenriesen zum Handeln veranlassen. Die marmorierte Baumwanze gibt Anlass zur Sorge.
Nüsse
15.04.2026
IRVING. Wie aus dem vom American Pecan Council (APC) veröffentlichten Bericht für Februar hervorgeht, sind die US-Lieferungen eingebrochen. Dennoch haben sich die Bestände verbessert. Die Sperrung der Straße von Hormus wird nachhaltige Auswirkungen auf die Branche haben.
Nüsse
15.04.2026
MANILA. Die Auswirkungen des Iran-Krieges werden im Markt noch lange spürbar sein. Höhere Produktions- und Frachtkosten dürften die Preise für Kokosprodukte steigen lassen. In den europäischen Spotmärkten sind die Preise noch weitgehend stabil.
Nüsse
15.04.2026
VANCOUVER. Die Behörden gehen in Kenia hart gegen illegale Händler vor. Die Lieferanten sind mit der internationalen Nachfragesituation bei Macadamias nicht ganz zufrieden.