Kokosraspel: Warenknappheit lässt Preise steigen

7. Februar 2024 um 11:37 , Der AUDITOR
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MANILA. Das Wetterphänomen El Niño hat sich negativ auf die Erträge in den Anbauländern ausgewirkt, sodass die Rohware auf dem Kokosmarkt in diesem Jahr knapp und teuer ist. Zusätzlich verschärft wird die Situation durch lange Lieferzeiten und hohe Frachtraten.

Käufer decken sich frühzeitig ein

In ihrem aktuellen Bericht fassen die Experten von JASCORP die Situation auf dem Kokosmarkt 2023 zusammen und wagen auch Ausblicke auf die Marktentwicklung im laufenden Jahr 2024. Ein wichtiger Faktor dabei ist, dass in fast allen Produktionsländern die Rohware knapp ist; die Witterungsbedingungen haben den Erzeugern nicht in die Hände gespielt und wurden durch El Niño noch verschärft, sodass bereits damit zu rechnen war, dass das Angebot in 2024 knapper ausfallen würde. Gleichzeitig steigt die globale Nachfrage aus unterschiedlichen Gründen. In den muslimisch geprägten Ländern decken sich die Händler im Vorfeld des Ramadan ein, und da die anstehende Warenknappheit bekannt ist, versuchen die Anbieter weltweit, noch rechtzeitig Ware zu ergattern, um ihre Aufträge erfüllen zu können. Einige Verträge sind bereits für Dezember 2024 abgeschlossen.

Zudem decken sich einige Käufer mit zusätzlichen Mengen ein, um die Lieferverzögerungen abzufedern, die durch die Krise im Roten Meer und den dadurch entstandenen Umleitungen der Schiffe ausgelöst werden. Die Transitzeit von Asien nach Europa ist dadurch um bis zu vier Wochen verlängert, und auch die Frachtraten sind deutlich in die Höhe geschossen; teils haben sie sich vervierfacht. Ein Ende des Konflikts ist nicht in Sicht, und da auch die Rohwarenpreise bei Kokosprodukten teurer geworden sind, müssen sich die Abnehmer das ganze Jahr über auf relativ hohe Preise einstellen. Die Anbieter sind darauf umgestiegen, ihre Angebote auf FOB-Basis abzugeben.

Preistief ist überwunden

JASCORP berichtet zudem, dass die meisten verarbeitenden Fabriken auf den Philippinen derzeit ausverkauft sind und erst wieder Lieferungen ab April oder Mai anbieten. Auch in Indonesien gibt es häufig erst wieder Positionen für April. Insgesamt sehen die Experten im Jahr 2024 einen festen Markt, und die Tiefstände, die der Markt für Kokosraspel im in den Jahren 2022 und 2023 durchlebt hat, sind vorerst vorbei. Die Lagersituation in den Bestimmungsländern wird sich durch die längeren Lieferzeiten verschärfen, während das Rohwarenangebot weiter abnimmt. Es bleibt dabei, dass die Käufer sich so früh wie möglich eindecken, um einer Angebotsverknappung und steigenden Preisen vorzubeugen.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
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