Kokosraspel: Supertaifun sorgt für erhebliche Schäden
24. September 2025 um 11:42 ,
Der AUDITOR
Bis zu 295 km/h
Der Norden der Philippinen wurde am Montag von Supertaifun „Ragasa“ heimgesucht, laut der Experten von T.M. Duché der stärkste Sturm, der das taifungeplagte Land in diesem Jahr getroffen hat. Die Windgeschwindigkeiten erreichten dabei bis zu 295 km/h, dazu kamen sintflutartige Regenfälle. Mindestens drei Menschen verloren bei dem Sturm ihr Leben, Tausende verloren ihr Zuhause und die Wohn- und Infrastruktur der Inseln wurde stark beschädigt. Wie T.M. Duché weiter berichtet, wurden an den Kokospalmen in den wichtigen Anbaugebieten wie Cagayan und den Babuyan-Inseln erhebliche Schäden festgestellt; viele Bäume wurden durch den starken Wind abgeknickt oder entwurzelt.
Merklicher Produktionsrückgang
Die Auswirkungen des Taifuns werden die Schwierigkeiten, mit denen sich die philippinische Kokosindustrie durch vorhergehende Stürme sowie der El-Niño-Dürre 2024 konfrontiert sieht, noch einmal verschärfen. Bereits vor „Ragasa“ wurde mit einem Produktionsrückgang von 20% gerechnet, und Versorgungsengpässe und Preisschwankungen dürften nun weiter zunehmen. Bis sich die beschädigten Palmen erholt haben, werden Jahre ins Land gehen, was den Marktexperten zufolge nicht nur die Erzeuger, sondern auch die internationalen Käufer zu spüren bekommen. Die Regierung und die Philippine Coconut Authority haben nun Notfallberatungen und langfristige Wiederaufforstungsmaßnahmen eingeleitet.
Preise zeigen gemischtes Bild
Bereits vor den Sturmauswirkungen verzeichnete die philippinische Kokosnussindustrie im September merkliche Preisschwankungen. Kokosraspel wurden für Marktteilnehmer in den USA und Europa teurer, die Preise stiegen hier in der Woche vom 13. September auf 1,47-1,90 USD/lb, im Vergleich zu 1,45-1,80 USD/lb in den vorherigen Wochen. Anders sah es auf dem philippinischen Inlandsmarkt aus, auf dem ein leichter Preisrückgang für Kokosraspel verzeichnet wurde. Laut T.M. Duché blieb der Markt für Kokosnussöl in Rotterdam ruhig und es fand nur wenig Handel statt, und dennoch schafften es die Preise, leicht nach oben zu klettern. Auch der Inlandsmarkt zeigte sich hier stabil. Die Kokosnussölexporte der Philippinen machten im Jahr 2024 2,2 Mrd. USD aus, insgesamt wurden Kokosprodukte im Wert von 2,98 Mrd. USD ins Ausland geliefert. Sinkende Frachtraten spielen den Exporteuren dabei in die Hände – laut dem World Container Index von Drewry liegen sie um 11% unter denen der Vorwoche, was dem Überangebot geschuldet ist, das auf eine sinkende Nachfrage trifft.
Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
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