Kokosraspel: Aller schlechten Dinge sind drei

28. Juli 2021 um 10:44 , Der AUDITOR
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MANILA. Auf den Philippinen sehen sich die Produzenten zum einen mit steigenden Corona-Fallzahlen, zum anderen mit den Schwierigkeiten durch die Taifunsaison konfrontiert. Um die Katastrophe komplett zu machen, haben die Frachtkosten ein Rekordhoch erreicht, das bis 2022 anhalten könnte.

Erneuter Lockdown

Auf den Philippinen wurden die pandemiebedingten Ausgangssperren aufgrund steigender Fallzahlen wieder verschärft. Die Experten von T.M. Duché gehen davon aus, dass ein Ende des Lockdowns vorerst noch in weiter Ferne liegt; das Problem ist, dass erst 5,5 Millionen Filipinos vollständig geimpft sind, was gerade mal einen Anteil von 5% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die Situation könnte sich aufgrund der aktuellen Taifunsaison weiter verschlechtern, da oftmals viele Menschen evakuiert und in Notunterkünften untergebracht werden müssen, in denen sie auf engstem Raum teilweise mehrere Tage verbringen.

Exportpreise höher als 2017

Die Taifune – mit „In-fa“ hat der erste von ihnen bereits für heftige Überschwemmungen gesorgt – bringen für die Kokosindustrie noch weitere Schwierigkeiten mit sich. Das Angebot ist bereits jetzt extrem knapp, sodass T.M. Duché zufolge jede weitere Unterbrechung die Produktion noch stärker beeinträchtigen wird. Die Exportpreise haben schon jetzt den letzten Höchststand von Dezember 2017 überschritten, was vor allem an der guten Nachfrage aus Europa und den Produktionsrückständen liegt. Zurzeit scheint es unmöglich, die leeren europäischen Lager in naher Zukunft wieder füllen zu können.

Wenig Angebote

Neben der geringen Produktion tragen auch die logistischen Hürden zum Versorgungsmangel in der EU bei. Zum einen kommt es in den Häfen immer wieder zu Covid-Ausbrüchen, die die Lieferung zusätzlich verzögern, zum anderen haben die Frachtkosten ein absolutes Rekordhoch erreicht. Sollten Exporteure bereit sein, die hohen Frachten zu zahlen, bleibt es zudem fraglich, ob sie einen verfügbaren Container und einen Platz auf dem Schiff bekommen. Die Aussichten diesbezüglich sind düster; Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Kosten für die Verschiffung das aktuelle Niveau bis in das Jahr 2022 hinein halten werden, wenn sie nicht sogar noch weiter steigen.

Für viele Produkte gibt es auf dem europäischen Spotmarkt zurzeit nur spärliche Angebote, da sie schlichtweg nicht verfügbar sind. Gibt es doch Preisindikationen, liegen diese deutlich höher als noch Anfang Juli. So kosten Kokosraspel, high fat, Ursprung Sri Lanka aktuell 2,85 EUR/kg FCA Spanien.

Kokosraspel und Kokoschips

Qualität, Ursprung

EUR/kg

Kokosraspel, fein, high fat, Sri Lanka

2,85

Kokoschips, geröstet, Indonesien

3,30

Kokoschips, geröstet, Sri Lanka

3,50

FCA Spanien

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

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