Kokosraspel: Rohwarenpreise steigen weiter

10. Februar 2026 um 15:59 , Der AUDITOR
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MANILA. Die Preise für rohe Kokosnüsse steigen derzeit in allen Ursprüngen und wirken sich auch auf die Kokosraspelpreise aus. Der Kokosölmarkt zeigt sich da weniger volatil. China kauft fleißig ein, während die Nachfrage aus der EU noch anziehen muss.

Anspannung auf dem Rohwarenmarkt

In allen wichtigen Ursprungsländern ziehen die Preise für rohe Kokosnüsse an und sorgen damit für steigenden Kostendruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette, wie die Experten von JCP International in ihrem jüngsten Bericht angeben. Auf den Philippinen ist der Markt für Kokosraspel für Februar und März weitgehend ausverkauft; Anbieter konzentrieren sich bereits auf Lieferungen ab April. In Indonesien haben Verarbeiter ihre Preise erhöht, da die Rohwarenkosten steigen, was vor allem auf die starke Nachfrage nach Kokosöl zurückzuführen ist. Zusätzlich wirkt sich der bevorstehende Ramadan dämpfend auf die Produktivität aus, da die Aktivität von Arbeitern und Landwirten traditionell zurückgeht. Verstärkt wird dies durch die Eid-Feiertage in der dritten Märzwoche, während derer Fabriken voraussichtlich rund zehn Tage geschlossen bleiben. Auch in Vietnam kommt es durch die Tet-Feiertage zu einem etwa zehntägigen Produktionsstopp. In Sri Lanka zeigen sich ebenfalls festere Preise, was auf ein knapper werdendes regionales Angebot und eine verbesserte Nachfragestimmung hinweist, so JCP.

Kokosöl als Preistreiber

Der Kokosölmarkt hat in den vergangenen zwei Wochen deutlich angezogen, getragen von einer kräftigen Belebung der weltweiten Nachfrage. Nachdem die Preise zuvor stark gefallen waren, schienen sie im Januar ihren Tiefpunkt erreicht zu haben – eine Einschätzung, die sich inzwischen bestätigt hat, wie JCP International berichtet. Besonders China trat als aktiver Käufer auf, da Importeure ihren Bedarf vor dem chinesischen Neujahr absicherten. Diese hohe Nachfrage hat die Verfügbarkeit verknappt und die Preise rasch nach oben getrieben. Marktteilnehmer aus allen wichtigen Ursprungsländern rechnen damit, dass das Kaufinteresse auch nach dem chinesischen Neujahr robust bleibt.

Die Experten von T. M. Duché betonen indes, dass sich der Markt für Kokosraspel derzeit deutlich vom Ölsegment unterscheidet. Der Kokosölmarkt zeigt sich weniger volatil, diese Ruhe könnte jedoch schnell enden, falls die Nachfrage aus der EU zurückkehrt und sich das Angebot an Kokosöl weiter verknappt. In Europa war der Handel mit Kokosöl zuvor über Monate hinweg von Stillstand geprägt, bevor zuletzt wieder Aktivität aufkam. Derzeit rückt vor allem der geringere Preisabstand zu Palmkernöl in den Fokus. Dadurch prüfen sogenannte Wechselkäufer verstärkt wieder den Einsatz von Kokosöl. Gleichzeitig kursieren Markteinschätzungen über umfangreiche Lagerbestände in Teilen Asiens, die nahe am Endverbraucher gehalten werden und die kurzfristige Nachfrage in Europa bislang gebremst haben. Global wirken zudem sinkende Palmölbestände in Malaysia und eine unsichere Perspektive im Sojasektor auf die Stimmung an den Ölmärkten.

Kokosraspel

Qualität, Ursprung

USD/mt

High fat, medium, 65%, FOB Indonesien

2.350

High fat, fine, 62%, FOB Vietnam

2.000

High fat, medium, FOB Indien

2.900

High fat, fine, FOB Philippinen

2.900

Quelle: Handel; Preisindikationen

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
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