Kokosraspel: Produktion fast überall stark zurückgegangen
27. April 2020 um 10:25 ,
Der AUDITOR
Transportprobleme behindern Arbeit in Fabriken
Nach wie vor kämpfen die Produzenten auf den Philippinen mit der geschwächten Infrastruktur, was sowohl die Arbeiter betrifft, die teilweise nicht zu den Fabriken gelangen können, als auch die Transporte der Ware. Infolgedessen können nicht alle Verarbeiter mit Rohware versorgt werden. Laut den Experten von T.M. Duché arbeitet das Container-Terminal in Manila wieder in vollem Umfang, allerdings befinden sich noch knapp 3.000 nicht abgeholte Container am Hafen, die nun auf andere Werften aufgeteilt werden. Gleichzeitig mangelt es teilweise immer noch an lebensmittelgeeigneten Containern, um die Ware zu verschiffen.
Unterschiedlich ausgeprägte Kontrollen
Da durch die Covid-19-Pandemie plötzlich Faktoren eine Rolle spielen, die vorher nie in Betracht gezogen wurden, ist es schwer zu sagen, in welche Richtung sich der Markt entwickeln wird. In Sri Lanka ist die Produktion beinahe zum Stillstand gekommen und zieht man den Bestand ab, der für den Inlandsmarkt bestimmt ist, wird kaum Ware zum Export bereitstehen. In Indonesien dagegen läuft die Produktion auf einem recht hohen Niveau weiter, weil das Land verhältnismäßig wenig Kontrollen aufgrund des Coronavirus initiiert hat. Die dort ansässigen Marktteilnehmer fürchten jedoch, dass sich das bald ändern wird. Im Vergleich dazu wurden die Kontrollen und Auflagen auf den Philippinen so verschärft, dass die meisten Fabriken ihre Produktion stark zurückfahren und einige sogar vorübergehen schließen mussten, sodass es nur begrenzte Angebote gibt. Die Preise halten sich auf dem europäischen Spotmarkt aktuell noch relativ stabil; so werden feine Kokosraspel, high fat aus Sri Lanka für 2,25 EUR/kg gehandelt.
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Kokosraspel |
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Qualität |
EUR/mt |
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Fein, low fat, Indonesien, EXW Polen |
1.345 |
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Medium, low fat, Indonesien, EXW Polen |
1.485 |
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Fein, high fat, Sri Lanka, FCA Spanien |
2.250 |
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Quelle: Handel |
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