Kokosraspel: Preise über Vorjahresniveau

14. Januar 2026 um 10:49 , Der AUDITOR
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MANILA. Die Preise für Kokosraspel liegen deutlich über denen von Anfang 2025, was vor allem der höheren Nachfrage zuzuschreiben ist. Europa ist dabei ein wichtiger Abnehmer. Kokosöl hat sich leicht abgeschwächt, und auch die Seefrachtraten sind gesunken.

Deutlich höhere Preise als im Vorjahr

Kokosraspel behaupten weiterhin eine starke Position innerhalb der Kokosindustrie, und die Exportpreise haben sich über einen längeren Zeitraum hinweg auf einem stabilen Niveau zwischen 1,47 und 1,90 USD/lb FOB bewegt, wie die Experten von T.M. Duché berichten. Gegenüber dem Jahresanfang 2025 stellt dies einen deutlichen Anstieg dar und spiegelt die anhaltend hohe Nachfrage aus Europa, Nordamerika sowie zunehmend auch aus aufstrebenden Absatzmärkten wider.

Handelsstatistiken unterstreichen die zentrale Rolle Europas, insbesondere mit den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien und Frankreich als wichtigste Importländer. Die begrenzte Verfügbarkeit von Rohware bei gleichzeitig konstantem Bedarf aus der Backwaren-, Süßwaren- und pflanzenbasierten Lebensmittelindustrie spricht den Marktexperten zufolge dafür, dass die Preise für Kokosraspel auch 2026 auf hohem Niveau bleiben dürften, trotz der Schwankungen an den internationalen Märkten für Pflanzenöle.

Kokosraspel

Qualität

USD/kg

Fein, 55%

3,20

Medium, high fat, 63%

3,50

FOB Indonesien; Preisindikationen

Kokosöl folgt Trend im Pflanzenölsektor

Der Markt für Kokosöl zeigte zum Jahresende 2025 eine schwächere Tendenz und folgte damit der allgemeinen Abschwächung im globalen Pflanzenölsektor. In Rotterdam gaben die Preise in den letzten Wochen des Jahres nach; CIF-Notierungen für kurzfristige Lieferungen bewegten sich meist zwischen 2.180 und 2.240 USD/mt. Zwar liegen diese Werte deutlich unter den Höchstständen zu Beginn des Jahres 2025, sie bleiben jedoch über den Niveaus zu Jahresbeginn 2024, was auf eine weiterhin angespannte Versorgungslage hindeutet, so T.M. Duché.

Auf den Philippinen sind die inländischen Koprapreise zu Beginn des Jahres 2026 weiter gesunken. Ursächlich hierfür sind saisonale Effekte, eine geringere Handelsaktivität zum Jahreswechsel sowie der Rückgang der internationalen Kokosölpreise. Dennoch liegen die aktuellen Notierungen weiterhin über dem Niveau von Anfang 2025, was darauf hindeutet, dass gestiegene Produktionskosten inzwischen strukturell im Markt verankert sind. Witterungsbedingte Einflüsse und ungleichmäßige Erträge in den Anbauregionen begrenzen zudem das Angebotswachstum, sodass mit einer Stabilisierung der Koprapreise zu rechnen ist, sobald die Nachfrage wieder anzieht.

Frachtraten normalisieren sich langsam

Die Containerfrachtraten von Asien nach Europa haben sich zum Ende des Jahres 2025 nach einem sehr volatilen Verlauf beruhigt. Laut dem Drewry World Container Index lagen die Preise auf der Route Asien-Nordeuropa, einschließlich Rotterdam, zuletzt zwischen 2.200 und 2.600 USD für einen 40‘ FCL. Damit ist eine Normalisierung gegenüber den extremen Steigerungen der vergangenen Jahre zu beobachten, auch wenn das Kostenniveau weiterhin über dem Vorpandemieniveau vor 2020 liegt. Für Kokosprodukte aus den Philippinen stellt die Seefracht zwar nicht mehr den dominierenden Kostentreiber dar, bleibt jedoch ein relevanter Bestandteil der Gesamtkosten. Im Jahr 2026 dürften Faktoren wie Kapazitätsmanagement der Reedereien, geopolitische Risiken und Energiepreise die Frachtraten weiterhin beeinflussen, mit moderaten saisonalen Anstiegen in Zeiten hoher Auslastung, ergänzen die Experte von T.M. Duché.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
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