Kokosraspel: Philippinen könnten von US-Zöllen profitieren

5. August 2025 um 16:18 , Der AUDITOR
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MANILA. Die USA importieren jährlich große Mengen Kokosprodukte aus Sri Lanka. Durch die neuen Strafzölle könnten sich die US-Käufer nun nach anderen Ursprüngen umsehen, wovon vor allem die Philippinen und Indonesien profitieren würden.

Kokosraspel können sich behaupten

Die Preise für Kokosraspel haben sich auf dem internationalen Markt in der vergangenen Woche stabil gehalten. Die Exportpreise lagen dabei für alle wichtigen Märkte, darunter Europa und die USA, bei 1,45 bis 1,90 USD/lb FOB. Das ist die mittlerweile neunte Woche, in der die Preise sich in dieser Spanne bewegen, was laut der Experten von T.M. Duché darauf hindeutet, dass sich der globale Markt trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen auf diesem Niveau eingependelt hat. Die Nachfrage ist weiterhin hoch und die Lieferketten der philippinischen Produzenten funktionieren gut, sodass sie das Segment der Kokosraspel weiterhin dominieren. Auf dem philippinischen Inlandsmarkt sind die Rohwarenpreise für Kokosraspel leicht gestiegen. Die lokalen Verarbeiter sind dadurch einem anhaltenden Kostendruck ausgesetzt, so T.M. Duché, vermutlich ausgelöst durch die stetig steigenden Koprapreise. China ist dabei der wichtigste Käufer von philippinischen Kokosraspeln, da die dortige Kokosnussernte vorrangig frisch verzehrt wird, und das in so großen Mengen, dass Importe von enormer Wichtigkeit sind. Allerdings ist die Nachfrage im Sommer geringer, sodass den Produzenten eine kleine Verschnaufpause vergönnt ist. Im Herbst dürften die Kaufaktivitäten dann wieder zunehmen.

Historisch hohe Kokosölpreise

Auf dem Markt für Kokosöl verfolgen die Preise ihren Aufwärtstrend indes weiter. Letzte Woche lagen sie bei 2.992,50 USD/mt CIF Rotterdam, das sind gut 48 USD/mt mehr als in der Vorwoche und bringt die Preise der wichtigen 3.000-Dollar-Marke näher – ein Zeichen für großes Kaufinteresse und begrenzte Bestände. Auch die Rohwarenpreise auf den Philippinen sind gestiegen und ist ein weiterer Hinweis auf die starken Koprapreise. Die Kokosölpreise befinden sich derzeit auf einem historischen Höchststand.

US-Zölle sorgen für Wirbel

Wie in vielen anderen Märkten haben die von US-Präsident Trump eingeführten Zölle auch auf dem Kokosmarkt für Wirbel gesorgt. Seit dem 1. August gilt ein 20%iger Zoll auf Kokosprodukte aus Sri Lanka; etwa 20% der Exporte gehen hier üblicherweise in die USA und bringen ca. 160 Mio. USD pro Jahr ein. Insgesamt verdient die Kokosnussindustrie Sri Lankas jährlich rund 857 Mio. USD, wie T.M. Duché berichtet. Die US-Käufer könnten sich nun verstärkt nach Anbietern aus anderen Herkunftsländern umschauen, was wiederum den Exporteuren auf den Philippinen und in Indonesien zugutekommen könnte. Diese können mit wettbewerbsfähigeren Preisen für die USA aufwarten.

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- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
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- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
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