Kokosraspel: Mögliche Entspannung im Roten Meer

29. Januar 2025 um 11:58 , Der AUDITOR
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MANILA. Mit dem Waffenstillstand im Gaza-Krieg haben sich die Huthi-Rebellen im Roten Meer bereiterklärt, ihre Angriffe auf nicht-israelische Schiffe vorläufig einzustellen; diese Ankündigung schürt Hoffnung, wird aber aktuell noch mit sehr großer Vorsicht genossen.

Suche nach neuen Lieferanten

Wie die Marktexperten von T.M. Duché berichten, sind die Preise für Kokosraspel auf dem philippinischen Inlandsmarkt in den letzten Monaten leicht gestiegen, was vor allem auf das knappe Angebot und die hohe Nachfrage zurückzuführen ist. Die Exporte stiegen im November 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat um 14,2% auf 15.079 mt. Auch im Dezember konnten die meisten Anbieter eine Exportsteigerung verzeichnen, allerdings kam es hier zu der Situation, dass ein großer Produzent einen merklichen Rückgang hinnehmen musste, nachdem er 3.200 Mitarbeiter entlassen hatte; laut T.M. Duché stellt das viele Kunden vor erhebliche Herausforderungen, und im 1. Quartal 2025 wird deshalb eine verstärkte Nachfrage nach neuen Lieferanten festgestellt.

Die Preise für Kokosöl zeigen sich indes ausgesprochen volatil. Wie die Marktexperten angeben, lagen sie Anfang Januar bei rund 2.000 USD/mt und damit leicht über den Preisen von Dezember 2024. Die Novemberexporte stiegen gegenüber dem Vorjahresmonat um 4%, wobei die USA und die EU zu den größten Abnehmern gehören.

Zerbrechliche Waffenruhe

Im Roten Meer kündigten die Huthi-Rebellen nach dem Waffenstillstand im Gaza-Konflikt an, dass sie die Angriffe auf nicht-israelische Schiffe vorläufig einstellen würden, diese jedoch wieder aufnehmen, sobald die USA, Großbritannien oder Israel weitere Angriffe starten. Im Markt macht sich ein vorsichtiger Optimismus breit, die Reedereien bleiben jedoch vorerst zurückhaltend.

Warenknappheit hält Preise hoch

Die Experten von JCP International weisen zusätzlich erneut auf die erhebliche Rohwarenknappheit hin. Wichtige Produktionsländer wie die Philippinen, Indonesien, Sri Lanka und Vietnam waren stark vom Wetterphänomen La Niña betroffen, das mit Starkregen, Überflutungen und Taifunen für Zerstörungen und Ernterückgänge gesorgt hatte. Die verarbeitenden Fabriken in den genannten Ländern haben nun Schwierigkeiten, an entsprechende Rohware zu kommen; in Indonesien und Vietnam soll die Auslastung teilweise bei nur 10-20% liegen. Die Warenknappheit und hohe Preise dürften deshalb das erste Halbjahr 2025 dominieren, so JCP.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
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