Kokosraspel: Malaysia setzt auf Nachhaltigkeit

28. August 2024 um 16:22 , Der AUDITOR
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MANILA/KUALA LUMPUR. Auf den Philippinen erfreuen sich derzeit vor allem nicht-traditionelle Kokosprodukte großer Beliebtheit. Malaysia geht einen großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit, und auch für vietnamesische Exporteure könnte sich einiges ändern.

USA kaufen Kokoswasser und Kokosöl

Der Markt für Kokosprodukte zeigt sich aktuell sehr volatil, wie die Experten von T.M. Duché berichten. Vor allem die Preise für Kokosöl haben in den letzten Wochen geschwankt und bewegen sich derzeit bei 1.610 bis 1.617,50 EUR/mt CIF Rotterdam. Die Käufer halten sich weitgehend zurück, ein Zustand, der schon seit etwa fünf Wochen anhält. Palmkernöl, das sich den Experten zufolge häufig parallel zu Kokosöl entwickelt, liegt bei 1.410-1.440 USD/mt CIF.

Die Exporte der Philippinen hatten im April deutlich zugenommen, wobei auffällig ist, dass vor allem die nicht-traditionellen Produkte Zuwächse verzeichnen konnten. So wurden beispielsweise 11.410 mt Kokoswasser im Wert von 9,63 Mio. USD ins Ausland geliefert – das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil im Vorjahreszeitraum keine Exporte dieser Art stattfanden. Die wichtigsten Abnehmer waren dabei die USA, Kanada und Großbritannien, auf die laut T.M. Duché mehr als 92% der Kokoswasserexporte entfielen. Hydriertes Kokosöl (HCNO) war das zweitwichtigste Exportprodukt und brachte mit knapp 3,63 Mio. USD doppelt so viel wie im Vorjahr ein. Auch hier ging ein Großteil der Ausfuhren in die USA, gefolgt von Australien und Großbritannien.

Malaysia geht indes einen großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Das Land hat sich verpflichtet, keine neuen Ölpalmenplantagen in Waldgebieten anzubauen, um die derzeitige Waldbedeckung von 54% zu erhalten. „Diese Politik steht im Einklang mit den weltweiten Bemühungen um einen besseren Schutz der biologischen Vielfalt und spiegelt das Engagement Malaysias wider, bei seinen Palmöl-Exporten strenge Nachhaltigkeitsstandards einzuhalten“, so T.M. Duché.

Große Chancen für Vietnams Exporteure

Laut VietNamNet Global gab Phùng Đức Tiến, stellvertretender Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung in Vietnam, an, dass das Land den offiziellen Export von 11 Obst- und Gemüsesorten nach China erlaubt hat, darunter zum Beispiel Wassermelonen, frischte Bananen und Mangos. Die beiden Länder bereiten derzeit alles dafür vor, in Kürze ein Protokoll über Quarantäneanforderungen für frische Kokosnüsse zu unterzeichnen. Das wird den Exporteuren neue Möglichkeiten eröffnen, denn China ist ein riesiger Markt mit einer jährlichen Nachfrage von 2,6 Milliarden frischen Kokosnüssen und 1,5 Milliarden Kokosnüssen zur Verarbeitung, so VietNamNet Global. Kurze Transportwege und entsprechend niedrige Kosten würden die vietnamesische Ware hier besonders wettbewerbsfähig machen. Chinas eigene Kokosproduktion deckt zurzeit nur etwa 10% des Inlandsbedarfs.

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