Kokosraspel: Die Herausforderungen nehmen zu

8. November 2023 um 10:24 , Der AUDITOR
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MANILA. Nachdem El Niño auf den Philippinen zu starker Trockenheit geführt hat, die sich bereits auf die Menge und die Qualität der diesjährigen Kokosnussernte ausgewirkt haben, könnte die anstehende Taifun-Saison zu weiteren Produktionsrückgängen führen. Sollte der erwartete weltweite Nachfrageanstieg eintreten, wird es eng.

Wetterextreme treffen die Philippinen

Auch das vierte Quartal, das aufgrund der weltweiten Feiertage einen wichtigen Stellenwert einnimmt, stellt die Marktteilnehmer der philippinischen Kokosindustrie vor weitere Herausforderungen, wie die Experten von T.M. Duché berichten. Vor allem das Wetterphänomen El Niño dürfte nach Angaben des philippinischen Wetteramtes PASAGA weiter zu starken Problemen führen. Während El Niño in der ersten Jahreshälfte vor allem für eine starke Trockenheit sorgte, die den Ertrag der diesjährigen Ernte verringerte und die Qualität der Kokosnüsse durch Schädlingsbefall und Krankheiten beeinträchtigte, muss der Inselstaat nun bis ins Jahr 2024 hinein mit tropischen Wirbelstürmen rechnen. PASAGA gibt an, dass die Gefahr dafür zwischen November 2023 und Januar 2024 besonders hoch ist. Die Taifune sorgen regelmäßig für große Schäden, zum einen an den Kokospalmen selbst, zum anderen aber auch an der Infrastruktur auf den Philippinen, sodass die Arbeiter oftmals nicht zu den Plantagen oder Fabriken gelangen können. Dies alles wirkt sich auf die Produktion aus. Danach besteht die Gefahr, dass die El-Niño-Auswirkungen erneut zu einer trockenen ersten Jahreshälfte führen könnten.

Erwarteter Produktionsrückgang

T.M. Duché berichtet zudem, dass die United Coconut Association of the Philippines (UCAP) die diesjährige Kokosnussproduktion auf 2,1 Mio. mt schätzt, das entspräche einem Rückgang von 6,9% gegenüber den 2,26 Mio. mt, die im Vorjahr geerntet wurden. Die philippinische Kokosnussbehörde (PCA) versucht über verschiedene Maßnahmen, die El-Niño-Auswirkungen abzumildern, und stellt den Marktteilnehmern beispielsweise Wasserpumpen, Düngemittel und Setzlinge für die betroffenen Gebiete zur Verfügung. Da eine globaler Nachfrageanstieg erwartet wird, reichen diese Maßnahmen aber möglicherweise nicht aus, um die hohe Nachfrage 2024 zu decken, zudem dürften die Produktionsrückgänge Preiserhöhungen mit sich bringen. Die Experten ergänzen, dass der Dezember ein kurzer Produktionsmonat ist, da die Fabriken über die Weihnachtsfeiertage geschlossen sind, deshalb sollte mit Lieferverzögerungen gerechnet werden.

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