Kokosraspel: Geringere Erträge in Indien

17. Dezember 2025 um 11:35 , Der AUDITOR
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MANILA/NEU-DELHI. Die Exportpreise für Kokosraspel halten sich laut T.M. Duché weiterhin stabil, während Kokosöl und Kopra etwas schwächer notieren. In Indien sorgen Schwierigkeiten wie Schädlingsbefall und Arbeitskräftemangel für einen Ertragsrückgang.

Kokosraspel bleiben stabil

Die Kokosmärkte standen in dieser Woche weiter unter Druck, und die Preise für Kopra und Kokosöl gaben sowohl auf den Philippinen als auch auf internationalen Märkten nach, während Kokosraspel dank stabiler europäischer Nachfrage auf einem hohen Niveau blieben. Branchenseitig liegt der Fokus weiterhin auf der Unterstützung der Landwirte und dem Ausbau der Weiterverarbeitung; das berichten die Experten von T.M. Duché in ihrem jüngsten Bericht.

In Europa tendierten die Kokosölpreise leicht schwächer. Die CIF-Notierungen in Rotterdam lagen überwiegend zwischen 2.270 und 2.345 USD/mt, beeinflusst von der insgesamt gedämpften Stimmung im Pflanzenölsektor und fallenden Palmölpreisen. Kokosraspel zeigten sich weiterhin widerstandsfähig. Die Exportpreise verharren seit 14 Wochen bei 1,47–1,90 USD/lb FOB. Anhaltend starke Nachfrage aus Europa, insbesondere aus den Niederlanden und Großbritannien, stützt das Preisniveau. Die Koprapreise auf den Philippinen setzen indes ihren Abwärtstrend fort. Ein hohes Angebot bei zurückhaltender Nachfrage, vor allem seitens der Ölmühlen, belastete die Preise in allen Regionen und dämpfte die kurzfristigen Erwartungen für Kokosöl.

Parallel dazu steigen die Frachtraten von Asien nach Nordwesteuropa. Der Drewry World Container Index weist für Mitte Dezember einen Durchschnitt von etwa 1.957 USD für einen 40‘ FCL aus. Trotz des Anstiegs bleiben die Raten deutlich unter den Pandemie-Höchstständen, liegen aber weiterhin über dem Vorpandemieniveau von 2019, so T.M. Duché.

Schädlingsbefall und Affenplage in Indien

Kokosnussproduzenten im indischen Canacona stehen in dieser Saison vor erheblichen Herausforderungen. Schädlingsbefall sowie ein akuter Mangel an Erntehelfern haben die Erträge auf vielen Plantagen deutlich reduziert. Besonders der Rückgang erfahrener Kokosnusspflücker belastet die Produktion. Traditionelle Erntemethoden gelten als gefährlich, und tödliche Unfälle sowie schwere Verletzungen in jüngster Zeit haben dazu geführt, dass sich vor allem jüngere Arbeitskräfte von diesem Beruf abwenden, wie die Times of India berichtet. Gleichzeitig steigen die Produktionskosten. Höhere Löhne, Ernteverluste und Schädlingsdruck machen den Anbau für viele Kleinbauern zunehmend unrentabel. Diese Angebotsverknappung trägt nach Angaben lokaler Branchenvertreter zu steigenden Kokosnusspreisen bei, da Händler ihre Lagerbestände in benachbarten Bundesstaaten wie Karnataka und Tamil Nadu aufstocken; das erklärt der ehemalige Präsident der Bauerngenossenschaft von Canacona Taluka, Ashok Kumar Desai, gegenüber der Times of India.

Die Schäden betreffen nicht nur Kokospalmen, sondern auch andere Kulturen wie Betelnüsse, Bananen, Papayas und Hülsenfrüchte. Einige Landwirte verzichten aufgrund einer Affenplage bereits auf Neupflanzungen. Umweltschützer sehen die Ursache in der zunehmenden Bebauung und Abholzung, die Wildtiere aus ihren natürlichen Lebensräumen verdrängt. Insgesamt rechnen die Erzeuger in Canacona in diesem Jahr mit einem Ernteausfall von rund 30% und fordern ein entschlossenes Eingreifen der Regierung. In Indien liegt der Preis für Kokosraspel, high fat, fine grade derzeit bei etwa 2.880 USD/mt FOB.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

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