Kokosraspel: Ernteverluste und Lieferverzögerungen

19. November 2025 um 11:59 , Der AUDITOR
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MANILA. Gleich mehrere Taifune haben die Philippinen getroffen und dort zu Überschwemmungen in den Anbaugebieten und Ernteeinbußen geführt. Durch die steigende Nachfrage im 1. Quartal 2026 könnte es zu einer Rohwarenknappheit kommen.

Importeure müssen sich bald eindecken

Die weltweite Nachfrage nach Kokosraspeln ist im 4. Quartal 2025 geringer als erwartet, wie die Experten von JCP International in ihrem jüngsten Bericht erklären. Als Grund dafür geben sie an, dass die Käufer Wiederstand gegenüber den sehr hohen Preisen in der ersten Jahreshälfte leisten. Vor allem längerfristige Verträge wurden deshalb kaum abgeschlossen. Die Marktexperten gehen allerdings davon aus, dass der Tiefpreis mittlerweile erreicht ist, und auch T.M. Duché berichtet, dass es bereits seit elf Wochen zu keinen weiteren Preisrückgängen gekommen ist.

JCP berichtet weiter, dass nun die Zeit in den Anbauländern angebrochen ist, zu der die Verfügbarkeit sinkt und sich das Angebot verknappt. Das schränkt auch die Lieferflexibilität ein und spricht ebenfalls gegen weitere Preissenkungen. Die Zielmärkte in Europa, dem Nahen Osten und Nordamerika berichten indes von geringen Beständen, die aufgrund der langsameren Ankünfte weiter schrumpfen. Die Importeure haben in den letzten Monaten weitgehend auf größere Käufe verzichtet, sodass sie sich bald wieder eindecken müssen, bestenfalls noch vor dem 1. Quartal 2026.

Die Experten von JCP betonen dabei, dass die aktuelle Preisschwäche nicht einem Überangebot an Rohstoffen zuzuschreiben ist, sondern der schwachen Nachfrage. Im Gegenteil könnte es, sofern die Nachfrage merklich zunimmt, zu einer Rohwarenknappheit kommen. Dieser Nachfrageanstieg könnte bereits im 1. Quartal 2026 kommen, nicht zuletzt, weil der Ramadan im Februar beginnt und sich chinesische Importeure für das dortige Neujahrsfest eindecken.

Taifune sorgen für Überschwemmungen

Die Philippinen wurden in den letzten Wochen von mehreren schweren Taifunen getroffen, die ihre Spuren hinterlassen haben. Dabei ist die Rede von schweren Schäden an der Infrastruktur, die auch logistische Prozesse verlangsamen, zudem soll es zu Überschwemmungen in den Kokosanbauregionen gekommen sein. Dabei kam es zu Beschädigungen der Kokospalmen und der sich entwickelnden Kokosnüsse, die zu lokalen Ernteausfällen und -verzögerungen geführt haben. Die Taifunsaison neigt sich nun ihrem Ende entgegen, ein gewisses Restrisiko besteht dennoch weiterhin. Auch andere Länder Südostasiens sind von Ausfällen durch anhaltende Regenfälle und Überschwemmungen betroffen, was in den kommenden Wochen zu Lieferverzögerung und steigenden Preisen führen könnte.

Für mehr Informationen gehen Sie zu:
- Preischart für Kokosraspel aus Sri Lanka
- Preischart für Kokosraspel aus Indonesien
- Preischart für Kokosraspel aus den Philippinen 
- Preischart für Kokosöl aus Indonesien
- weitere Preischarts

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