Kakao: Gerüchte bringen den Kakaomarkt zum Brodeln
25. Juli 2017 um 15:46 ,
Der AUDITOR
10% mehr Bohnen für Asien
Wie bereits berichtet wurden während des zweiten Quartals 2017 in Europa rund 331.850 mt Kakaobohnen verarbeitet, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 2,12%. Dagegen waren die Zahlen für Nordamerika laut Angaben der National Confectioners Association rückläufig und erreichten in diesem Zeitraum nur 123.125 mt (-1,05%). Am interessantesten ist die Zahl, welche die Cocoa Association of Asia für den asiatischen Raum gemeldet hat. Mit 160.878 mt ist die Verarbeitung von Kakaobohnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast 10% gestiegen. Auch wenn sich Kakaokonsum in den letzten Jahren bereits maßgeblich gesteigert hat, hat Asien, gemessen am Pro-Kopf-Verbrauch, mit Abstand das größte Wachstumspotential.
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Verarbeitungszahlen Q2 in mt |
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Gebiet |
2017 |
2016 |
Diff. VJ. |
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Europa |
331.850 |
324.968 |
+2,12% |
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Nordamerika |
123.125 |
124.432 |
-1,05% |
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Asien |
160.878 |
146.353 |
+9,92% |
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Quellen: ECA; CAA; NCA |
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„Heiße Schokolade“
Anfängliche Befürchtungen, die Zwischenernte in Côte d’Ivoire könne unter den ungünstigen Wetterverhältnissen leiden, haben sich in Luft aufgelöst. Seit Saisonbeginn wurden 1,9 Mio. mt Kakaobohnen in den Häfen von Côte d’Ivoire registriert, letztes Jahr um diese Zeit waren es gerade einmal 1,42 mio. mt.
Wie das Ghana Cocoa Board berichtet, soll die einheimische Produktion mit 882.175 mt auf einem 6-Jahreshoch liegen. Marktteilnehmer schreiben dies allerdings teilweise den höheren Ab-Hof-Preisen in Ghana zu. Es gibt Gerüchte, dass Kakaobohnen illegal von Côte d’Ivoire nach Ghana geschmuggelt wird, da die Bauern dort höhere Preise für ihre Bohnen erzielen können.