HDE fordert Wiedereröffnung des Handels am 8. März

3. März 2021 um 16:12 , Der AUDITOR
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FRANKFURT. In einem dringenden Schreiben fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) vom Bundeskanzleramt, „die Wiedereröffnung des gesamten Einzelhandels auf der Basis der funktionierenden Hygienekonzepte zum 8. März zu ermöglichen.“ Der Einzelhandel sei nachweislich kein Infektionsherd. Damit stellt sich der HDE gegen den aktuellen Entwurf zu den Corona-Maßnahmen.

In einem Schreiben an das Bundeskanzleramt machen HDE-Präsident Josef Sanktjohanser und HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth die große Enttäuschung des Einzelhandels über den aktuellen Entwurf für die weiteren Corona-Maßnahmen deutlich. Einkaufen sei nachweislich kein Infektionsherd.

Geschäfte müssen am 8. März wieder öffnen können
Deshalb sei es nicht zu verstehen, warum der Lockdown für den Handel weiter verlängert werden solle. Die Zulassung von Einkaufen mit Terminvereinbarung könne die meisten Händler wirtschaftlich nicht retten. Die Geschäfte müssten am 8. März wieder öffnen dürfen. „Es ist enttäuschend, dass die ursprünglich für den 10. Februar und dann für den 3. März fest zugesagte, sichere und gerechte Öffnungsstrategie immer noch nicht vorliegt. Und dies, obwohl die Wirtschaft gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsminister und den Wirtschaftsministern der Länder dafür klare Vorschläge gemacht hat“, so schreibt der Handelsverband Deutschland (HDE) an den Kanzleramtsminister Helge Braun. Der Einzelhandel sei nachweislich kein Infektionsherd. Das Robert Koch-Institut stufe sowohl das Infektionsrisiko im Einzelhandel als auch den Anteil des Einzelhandels am allgemeinen Infektionsgeschehen als „niedrig“ ein.

Click & Meet seien Alternative
Die im Entwurf vorgesehenen Möglichkeiten für den Einkauf mit Terminvereinbarung, auch „Click & Meet“-genannt, sind nach Auffassung des HDE kein deutlicher Schritt hin zu der lange überfälligen Öffnungsstrategie für den gesamten Einzelhandel. Für die allermeisten Geschäfte seien dabei die Personal- und Betriebskosten höher als die Umsätze. Der Handelsverband setzt sich deshalb kurz vor dem heutigen Corona-Gipfel noch einmal mit allem Nachdruck für eine Wiedereröffnung des Einzelhandels ein. So heißt es in dem Schreiben: „Eine erneute Verschiebung der Wiedereröffnung des Einzelhandels hätte für viele Tausend Einzelhändlerinnen und Einzelhändler und ihre Beschäftigten verheerende Folgen. Wir möchten Sie daher eindringlich auffordern, die Wiedereröffnung des gesamten Einzelhandels auf der Basis der funktionierenden Hygienekonzepte zum 8. März zu ermöglichen“, so der HDE.

Handel will verantwortungsvolle Öffnung sicherzustellen
Der Handel wird seinerseits alles tun, um eine verantwortungsvolle Öffnung sicherzustellen, hieß es weiter. Der Brief ging auch an Bundesfinanzminister Olaf Scholz, den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und den Regierenden Bürgermeister Berlins, Michael Müller. Gemeinsam mit großen Einzelhandelskonzernen macht sich der HDE für einen Stufenplan stark. Demnach soll sich die Möglichkeit zur Wiedereröffnung der Geschäfte nicht nur an den aktuellen Inzidenzzahlen orientieren, sondern auch an der Belegung der Intensivbetten mit Corona-Patienten. Bis zu einer Inzidenz von 100 dürften laut Vorschlag alle Läden öffnen. Wie viele Kunden gleichzeitig in die Läden dürfen, würde von der Belegung der Intensivstationen abhängen. Sind mehr als 12 % der Betten mit Covid-19-Patienten belegt, dürfte nur eine Person je 40 Quadratmeter Verkaufsfläche in die Läden. Bei 5 bis 12 % eine Person je 20 Quadratmeter. Bei weniger als 5 % gäbe es keine Zugangsbeschränkung mehr. 

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