Getrocknete Pflaumen: Frankreich kann Vorjahresergebnis nicht überbieten

4. Mai 2022 um 13:49 , Der AUDITOR
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PARIS/SACRAMENTO. Der Trockenpflaumenmarkt ist auch in diesem Jahr wieder von unterschiedlichen Ergebnissen in den Hauptanbauregionen geprägt. Während Chiles Ernte ein durchschnittliches Ergebnis hervorbringen konnte, fürchten Marktteilnehmer mit einem erneuten Minderertrag in Frankreich.

Chile und Argentinien

Marktteilnehmer fürchten, dass das Trockenpflaumenangebot im internationalen Markt weiterhin knapp sein könnte. Zwar hat Chile mit etwa 87.000 mt ein durchschnittliches Ergebnis erzielt, wie die Experten von Chelmer Foods allerdings berichten, sorgen geringe Überhangbestände, ein Mangel an großen Früchten sowie steigende Exporte in den asiatischen Raum nur bedingt für Entspannung im Markt. In anderen Südamerikanischen Anbauländern wie Argentinien soll die Ernte zudem ein enttäuschendes Ergebnis hervorgebracht haben. 

USA und Frankreich

Die US-Produktion soll 2022/2023 dagegen ein durchschnittliches Ergebnis erzielen können. Dringend benötigte Niederschläge in den Wintermonaten konnten die Böden mit Feuchtigkeit versorgen und die Ressourcen wieder auffüllen, nachdem die Trockenheit der vergangenen Jahre ihre Spuren hinterlassen hatte. Dennoch ist die Entwicklung der kommenden Monate abzuwarten.

Frankreichs Ernte erlebte bereits im vergangenen Jahr einen Rückschlag, statt der üblichen 35.000-45.000 mt Trockenpflaumen lag die Produktion nur bei 16.000 mt. Nun soll die Frostperiode Anfang April auch in diesem Jahr wieder für erhebliche Schäden an den blühenden Bäumen und damit an der Ernte gesorgt habe. Aktuell sei laut Chelmer Foods nicht davon auszugehen, dass die Trockenpflaumenproduktion über das Vorjahresergebnis hinausgeht.   

Trockenpflaumenpreise

Sorte

EUR/kg

mit Stein, 30/40

4,55

mit Stein, 50/60

5,60

entsteint, 40/50

5,50

FCA Spanien

Importe um 16% geschrumpft

In der laufenden Saison sind die Trockenpflaumenlieferungen aufgrund hoher Preise und geringerer Verfügbarkeit deutlich zurückgegangen. Beispielsweise importierte Deutschland zwischen September 2021 und Februar 2022 5.368 mt getrocknete Pflaumen, knapp 16% weniger als letztes Jahr um diese Zeit. Zwar legten die Lieferungen aus einzelnen Ländern wie Serbien (+183% auf 246 mt), Usbekistan (+83% auf 119 mt) und der Türkei (+160% auf 203 mt) prozentual merklich zu, in der Summe machte sich dieser Mehrimport jedoch kaum bemerkbar. Zu groß war die Lücke, welche die geringere Verfügbarkeit in Hauptanbauländern wie Chile (-10% auf 2.245 mt), Frankreich (-19% auf 319 mt) und die USA (-33% auf 1.378 mt) hinterließen. 

Import Trockenpflaumen* nach Deutschland in mt

Land

2020/21

2021/22

Diff.

Chile

2.499

2.245

-10,2%

USA

2.055

1.378

-32,9%

Niederlande

669

369

-44,8%

Frankreich

392

319

-18,6%

Serbien

87

246

182,8%

Türkei

78

203

160,3%

Usbekistan

65

119

83,1%

Argentinien

98

86

-12,2%

Andere

424

403

-5,0%

Gesamt

6.367

5.368

-15,7%

Quelle: Statistisches Bundesamt / Sep-Feb

*08132000 Pflaumen, getrocknet

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