Getreide: Preisalarm!
19. Oktober 2020 um 10:24 ,
Der AUDITOR
Weizen: Wetter und Corona treiben Markt
Angesichts anhaltender Dürre in Ostukraine und Südrussland wird ein weiterer Preisanstieg wahrscheinlich. Ungefähr 60 % der russischen Winterweizenanbaufläche sind betroffen, hieß es im Handel. Szenarien suggerieren, dass wenn Russlands kommende Weizenernte 70 Mio. mt nicht übersteigen würde, Exortbegrenzungen 2021 wahrscheinlich würden. Zusätzlich treiben Spekulanten die Kurse an den Terminbörsen, die sich wie zur Finanzkrise 2019 vorübergehend aus verlustreichen Aktienmärkten verabschiedeten und in vermeintliche sichere Rohstoffmärkte flüchteten. Der Einfluss von La Niña und die zweite viel heftigere Corona-Welle hebeln sonst übliche Marktmechanismen aus. Gerüchte gehen um, China könnte in Frankreich zusätzlich mehr Weizen kaufen. Chinas Nachfrage nach Getreide scheint größer auszufallen als erwartet. Die Backindustrie kontert mit dem Argument weltweit hoher Weizenvorräte, die für mehr als ein halbes Jahr ausreichen würden. Auch Australiens Weizenernte soll für Ausgleich sorgen. Auch vermissen Analysten, dass in sämtlichen Getreidebilanzen der Einfluss durch Corona kaum Niederschlag findet.
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Terminkurse -Weizen (Fronttermine) |
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CBoT (USD/bu) |
633,50 |
2,3 % |
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Matif (EUR/mt) |
209,00 |
1,0 % |
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Black Sea (USD/mt) |
243,50 |
0,3 % |
Weizen-Kassamarkt
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B-Weizen (12/220/76) |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Rouen FOB |
206,00 |
3,00 |
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Hamburg DDP |
205,00 |
3,00 |
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Rheinland DDP |
202,00 |
2,00 |
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Westfalen DDP |
206,00 |
2,00 |
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Oberrhein FOB |
198,00 |
4,00 |
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Futterweizen (72/73) |
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Holland DDP |
208,00 |
3,00 |
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Creil FOB |
200,00 |
3,00 |
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Süd-Oldenburg DDP |
204,00 |
2,00 |
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Neuss DDP |
202,00 |
2,00 |
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Oberrhein FOB |
198,00 |
2,00 |
Quelle: Handel
Weizenkleie-Kassamarkt
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Weizenkleie (lose) |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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EXW Rheinland |
140,00 |
0,00 |
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DDP Süd-Oldenburg |
150,00 |
0,00 |
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EXW Hildesheim |
149,00 |
0,00 |
Quelle: Handel
Mais: Ukrainischer Mais so teuer wie zuletzt 2014
Die Körnermaispreise ziehen wegen Besorgnis über verringerte Futtermittelvorräte in Westeuropa auf ein neues Zweijahreshoch. Die Maispreise in Brasilien und in der Ukraine sind rasant gestiegen. Das macht die Einfuhr von Mais derzeit teuer. Noch mehr hat Chinas Maisnachfrage die verfügbaren Maisreserven am Schwarzmeer reduziert. Die EU kann keinen GVO-Mais aus den USA importieren. Insofern müssen die Importeure auf große Maislieferungen bis zur brasilianische Ernte 2021 im Juli abwarten. Dabei könnte der Einfluss von La Niña, Trockenheit in Teilen Brasiliens und Argentiniens, die Verfügbarkeit zusätzlich begrenzen. Ukrainischer Mais lag zuletzt bei 206 USD/mt CPT Odessa. Das Angebot bei Körnermais war so knapp, dass sich die holländische Kraftfutterindustrie am Oberrhein mit Mais bediente.
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Terminkurse -Mais (Fronttermine) |
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CBoT (USD/bu) |
405,50 |
1,5 % |
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Matif (EUR/mt) |
186,25 |
0,8 % |
Mais-Kassamarkt
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Körnermmais (handelsüblich) |
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Parität |
EUR/mt |
Veränd. |
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Bordeaux FOB |
189,00 |
3,00 |
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Süd-Holland FCO |
205,00 |
4,00 |
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Süd-Oldenburg DDP |
202,00 |
2,00 |
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Brake FOT |
199,00 |
4,00 |
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Westfalen DDP |
204,00 |
4,00 |
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Oberrhein FOB |
194,00 |
2,00 |
Quelle: Handel