Getreide: Preisabschläge für Weizen unter 12 % Protein

11. August 2020 um 08:59 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Morgen mit Einschätzungen des Handels. Frankreichs Handel erwartet harten Wettbewerb bei Mais im Herbst.

Weizen: Im Abwärtstrend
In den USA belasten Auseinandersetzungen mit China den Exportmarkt. Dabei ist eine Videokonferenz geplant, wobei die Erfüllung des Phase-One-Abkommens auf dem Prüfstand steht, die laut Presseinformationen von China nur teilerfüllt wurde. Für starken Druck sorgt Russlands Weizenernte, die laut RusAgroTrans mit 81 Mio. mt das jemals zweithöchste Ergebnis erreichen wird. Frankreichs Weizenernte ist abgeschlossen. In Deutschland standen im Norden noch 20 % Weizen auf dem Halm. In Niedersachsen ernten die Erzeuger gute Erträge, aber die Proteinwerte liegen mit 11 bis 11,5 % unter den geforderten 12 bis 12,5 % der Mühlen. Dies bedeutet Preisabzüge von bis 10 EUR/mt. Für A-Weizen mit 13 % RP werden Aufgelder von 5 EUR/mt auf B-Weizen bewilligt. Ägypten hat einen neuen Weizentender ausgeschrieben. Die ukrainische Weizenernte dürfte mit 27 Mio. mt gut 500.000 mt höher ausfallen als bisher angenommen. Die Ukraine hat 2020/21 bisher 3,5 Mio. mt Getreide exportiert, gut 31 % weniger als im Vorjahr. Davon entfielen 1,88 Mio. mt auf Weizen.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

492,75

-0,5 %

Matif  (EUR/mt)

177,00

-0,4 %

Black Sea  (USD/mt)

205,75

-0,4 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

178,00

-1,00

Hamburg DDP

179,00

-1,00

Rheinland DDP

179,00

-2,00

Westfalen DDP

179,00

-1,00

Oberrhein FOB

174,00

0,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF

183,00

-1,00

Creil FOB

173,00

-1,00

Süd-Oldenburg DDP

180,00

-1,00

Neuss DDP

176,00

-1,00

Oberrhein FOB

173,00

-1,00

Quelle: Handel    


Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Rheinland

147,00

0,00

DDP Süd-Oldenburg

154,00

-1,00

EXW Hildesheim

147,00

-4,00

Quelle: Handel

Mais: Ukrainischer Exportdruck kommt
Der Maismarkt zeigte in den USA leichte Kurserholung, in Paris und am französischen Kassamarkt gab Mais nach. In den USA profitierte Mais von Niederschlägen und etwas kühleren Temperaturen. Aber schwächerer Kolbenansatz scheint die Aussichten auf eine hohe US-Maisernte einzutrüben. Die US-Ethanolnachfrage hat laut US-Handel wieder zugenommen, was den Markt stützte. In Frankreich und Deutschland leidet Körnermais unter starker Hitze von 34 bis 40 °C. Frankreichs Handel befürchtet einen enormen Preisdrück durch ukrainischen Mais, der bei einer Ernte von 39 Mio. mt für Tiefstpreise im Herbst führen wird.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

313,50

0,8 %

Matif (EUR/mt)

163,50

-0,8 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

164,00

-1,00

Süd-Holland CIF

202,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

202,00

0,00

Brake FOT

202,00

0,00

Westfalen DDP

204,00

0,00

Oberrhein FOB

198,00

0,00

Quelle: Handel

DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

183,00

0,00

 

 

 

Quelle: Handel

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Getreide
01.07.2026
DALIAN/KYJIW. Geringe Verfügbarkeit sorgt im chinesischen Markt für eingeschränkte Handelsaktivität. In der Ukraine ist Anbaufläche deutlich kleiner ausgefallen als im Vorjahr. Die EU-Importe sind 2025/2026 um 20% zurückgegangen.
Getreide
01.07.2026
DALIAN/KYJIW. Während der Sommermonate verläuft der Handel im chinesischen Markt üblicherweise etwas zäher. Die neue Ernte soll die Marktlage entspannen. Ukrainische Bauern haben ihr Aussaatziel übertroffen.
Bio-Rohstoffe
11.06.2026
ASUNCIÓN/SUCRE. In Paraguay steht der neuen Ernte die kritischste Zeit des Jahres bevor. Noch erlauben die Wetteraussichten einen zuversichtlichen Ausblick. Boliviens Handel wird durch Straßenblockaden beeinträchtigt.
Getreide
27.05.2026
KYJIW/DALIAN. Die Hirseaussaat in der Ukraine liegt weit hinter den Erwartungen zurück. In China gleichen sich Angebot und Nachfrage aus. Die EU-Importe sind um 16% zurückgegangen.