Getreide: Mühlen bewerten ersten Weizen und Marktlage

24. Juli 2020 um 10:59 , Der AUDITOR
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CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Morgen mit ersten Einschätzungen des Handels. So sehen die Mühlen erste Qualitäten und den Markt. Der IGC senkt seine Weizenprognose. Handelskrieg zwischen USA und China eskaliert.

Weizen: Erzeugerpreise bei 155-165 EUR/mt
Beim deutschen Weizenmarkt standen erste Einschätzungen über geerntete Qualität im Vordergrund. Dabei wurden uns von Mühlen in Süddeutschland alle Qualitäten zwischen 11 und 14 % Protein mitgeteilt. Sedimentationswerte lägen angesichts trockenen Erntewetters im grünen Bereich. Die Erzeugerpreise für B-Weizen sollen im Erfassungshandel zwischen 155 bis 165 EUR/mt leicht über dem Vorjahr liegen. Die Mehlpreise würden sich auf Vorjahresniveau bewegen. Der Internationale Getreiderat (IGC) senkte die Welt-Getreideernte um 6 Mio.mt auf Vorjahresniveau von 762 Mio.mt. Dabei soll die EU nur 140,1 Mio.mt Weizen ernten, weil Frankreich 32,6 Mio.mt, Polen nur noch 10,8 Mio.mt, auch Ungarn und Bulgarien weniger ernten. Zudem wurden die Prognosen für Russland auf 78 Mio.mt, die USA auf 49,6 Mio.mt und Marokko auf 2,7 Mio.mt gesenkt.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

531,50

-0,2 %

Matif  (EUR/mt)

183,50

-0,2 %

Black Sea  (USD/mt)

204,25

0,2 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB*

184,00

-1,00

Hamburg DDP*

179,00

0,00

Rheinland DDP*

182,00

-1,00

Westfalen DDP*

182,00

-1,00

Oberrhein FOB*

174,00

-1,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF*

185,00

0,00

Creil FOB*

180,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP*

183,00

0,00

Neuss DDP*

179,00

0,00

Oberrhein FOB*

175,00

-1,00

Quelle: Handel     *Preisbewertungen ex Ernte

Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Rheinland

150,00

0,00

DDP Süd-Oldenburg

158,00

0,00

EXW Hildesheim

151,00

0,00

Quelle: Handel

Mais: China kauft US-Mais in großen Mengen
In den USA stützten Maiskäufe Chinas von 3,26 Mio. mt seit 10. Juli den Markt. Chinas Maispreise stiegen wegen Überschwemmungen und niedriger Temperaturen auf ein Fünf-Jahreshoch. Die Situation hat Chinas Importeure veranlasst, mehr US-Mais zu kaufen. Trotzdem haben sich die Kurse kaum bewegt. Die Spannungen zwischen USA und China eskalierten wieder, hat Washington die Schließung der chinesischen Vertretung in Houston angeordnet, „um amerikanisches geistiges Eigentum und private Informationen zu schützen". Peking schloss als Gegenreaktionen das US-Konsulat in der Provinz Chengdu. Der IGC senkte die Welt-Maisernte um 1,164 Mio. mt, damit liegt das Niveau immer noch um 47 Mio. mt über dem Vorjahr. Der Iran kauft weniger Mais aufgrund knapper Devisen. Dies könnte den für Ukraine und Brasilien wichtigen Export dorthin stören.

 

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

328,00

0,3 %

Matif (EUR/mt)

174,75

0,5 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

167,00

0,00

Süd-Holland CIF

195,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

197,00

0,00

Brake FOT

196,00

0,00

Westfalen DDP

197,00

-1,00

Oberrhein FOB

190,00

0,00

Quelle: Handel

DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

183,00

0,00

 

 

 

Quelle: Handel

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