Getreide - Getreideerzeugnisse / Mehle

Getreide: Märkte am Vormittag

9. Juli 2020 11:00, Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Morgen mit ersten Einschätzungen des Handels. Mit Bewertung zum Einkauf.

Weizen: Frankreich, Argentinien und Russland senken Ernteprognosen
In den USA legte der Fronttermin am Morgen kräftig um 8,5 % zu. Auch in Paris verzeichnete Weizen Kursgewinne. Maßgebend waren rückläufige Produktionserwartungen in Frankreich, Russland und Argentinien. Frankreichs Agrarministerium schätzte die Weizenernte offiziell auf 31,3 Mio. mt, gut 21 % unter dem Vorjahr. Argentiniens Getreidebörse in Rosario senkte ihre Weizenprognose um 3 Mio. mt auf 18 bis 19 Mio. mt. Davon profitieren die USA bei Weizenexporten nach Brasilien, weil die Konkurrenz aus Argentinien abbnimmt. In Russland verminderte der Analyst IKAR seine Weizenprognose um 1,5 auf 78,0 Mio. mt. Dies könnte Niederschlag bei geringerer Welt-Weizenernte und niedrigeren Beständen im WASDE-Report am Freitag finden. Mit Blick auf die Ukraine verzögert Regenwetter die Ernte, wurden bis gestern gerade 110.000 ha Weizen gedroschen gegenüber 750.000 ha im Vorjahr. Es scheint so, als startete der Weizenmarkt fester in die neue Saison. Deshalb könnte es lohnen, nur vorderen Mehlbedarf zu kaufen.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

534,25

8,5 %

Matif  (EUR/mt)

187,75

1,6 %

Black Sea  (USD/mt)

198,25

-0,2 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

214,51

4,60

Hamburg DDP*

186,00

1,00

Rheinland DDP*

186,00

2,00

Neuss DDP*

184,00

2,00

Oberrhein FOB*

179,00

1,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF*

188,00

2,00

Creil FOB*

181,00

3,00

Süd-Oldenburg DDP*

188,00

2,00

Westfalen DDP*

186,00

2,00

Oberrhein FOB*

178,00

2,00

Quelle: Handel     *Preisbewertungen zur neuen Ernte


Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Rheinland

150,00

0,00

DDP Süd-Oldenburg

158,00

0,00

EXW Hildesheim

154,00

0,00

Quelle: Handel

Mais: Brasilien senkt Safrinha-Maisernte
Der Maismarkt legte in Chicago und Paris spürbar zu. Der Beratungsdienst CONAB senkte seine Prognose zur Maisernte um 0,7 auf 100,56 Mio. mt. Analysten erwarten eine Korrektur um 0,6 auf 100,4 Mio. mt im WASDE-Report. In den USA zeigte die USDA-Quartalsschätzung im Juli eine geringerer Maisanbaufläche und sinkender Maisvorräte, die sich auch beim WASDE-Report niederschlagen dürften. Danach könnte die US-Maisernte um 5,1 % und die Maisendbestände um 18,2 % zurückgehen. Die US-Ethanolproduktion legte um 14.000 Barrel Barrel/Tag zu. Doch stiegen erstmals seit zehn Wochen die US-Ethanolvorräte um 456.000 Barrel auf 20,6 Mio. Barrel.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

348,25

1,3 %

Matif (EUR/mt)

173,75

1,1 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

167,00

2,00

Süd-Holland CIF

186,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

193,00

0,00

Westfalen DDP

192,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel


DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

183,00

0,00

 

 

 

Quelle: Handel

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Getreide
22.11.2021
PEKING/MOSKAU. Russland, die Ukraine und Kasachstan konnten in diesem Jahr ihre Buchweizenproduktion steigern. Deutschlands Importe sind im ersten Monat dieser Saison allerdings merklich zurückgegangen. In China blieben die Preise stabil.
Getreide
22.11.2021
PEKING/KIEW. Laut den aktuellen Angaben des US-Agrarministeriums ist die weltweite Hirseproduktion geringer ausgefallen als erwartet. In China haben sich die Marktteilnehmer auf ein Preisniveau einigen können. Derweil drücken die schwachen Hirse-Importe nach Deutschland im September die Gesamtimporte dieses Jahres deutlich nach unten.
Getreide
04.11.2021
PEKING/MOSKAU. Russland und die Ukraine können sich offiziellen Schätzungen zufolge auf ein Produktionsplus einstellen, in beiden Ländern sie mit einer größeren Buchweizenernte zu rechnen. Ukrainische Farmer sollen sogar das beste Ernteergebnis der vergangenen Jahre erzielt haben. In China legten die Buchweizenpreise derweil weiter zu.
Getreide
19.10.2021
PEKING/KIEW. Der Großteil der Buchweizenfläche wurde in der Ukraine bereits abgeerntet, wobei ein Durchschnittsertrag von 1,31 mt/ha erzielt werden konnte. In China zögern einige Farmer mit dem Verkauf der Rohware, weshalb sich die Preise aktuell festigen. Derweil hat Deutschland seine Buchweizenimporte in der vergangenen Saison um 50% gesteigert.