Getreide: Märkte am Vormittag

7. Juli 2020 um 10:50 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Morgen mit ersten Einschätzungen des Handels. Mit Ernte-Ergebnissen aus Frankreich.

Weizen: Frankreichs Ernte mit guten hl-Gewichten
Die Weizenmärkte entwickelten wieder etwas festeren Grundton. Die US-Winterweizenernte war gestern zu 56 % fortgeschritten, über Qualitätsprobleme und dergleichen wurde nichts bekannt. Die Exportinspektion zeigte bei US-Weizen 326.448 mt, der überwiegend nach Mexiko und Taiwan ging. Ägypten gab eine neue Weizenausschreibung für Liefertermin 8. bis 18. August bekannt. Mit Spannung wird das Ergebnis erwartet, rechnet der Handel mit einem Zuschlag Russlands und der Ukraine, weil Importeure sehr aggressiv den Markt der neuen Saison ausloten werden. Frankreichs Weizenernte wurde durch Regen unterbrochen. Laut FranceAgriMer waren bis Ende Juni bereits 4 % geerntet, der Erntefortschritt dürfte bei 7 bis 8 % liegen. Die hl-Gewichte scheinen gut auszufallen. Hartweizen war dort bereits zu 18 % gedroschen. Auch im Südwesten Deutschlands läuft die Weizenernte langsam an. SovEcon hat seine Prognose zur Weizenernte Russlands von 82,7 auf 80,9 Mio. mt reduziert. Ein um 4,7 % gefallener Rubel unterstützt niedrigere Exportpreise Russlands.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

489,50

-0,2 %

Matif  (EUR/mt)

182,50

-0,2 %

Black Sea  (USD/mt)

198,75

0,6 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

209,92

1,60

Hamburg DDP*

185,00

0,00

Rheinland DDP*

189,00

1,00

Neuss DDP*

183,00

1,00

Oberrhein FOB*

178,00

1,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF*

186,00

1,00

Creil FOB*

176,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP*

187,00

1,00

Westfalen DDP*

186,00

1,00

Oberrhein FOB*

175,00

1,00

Quelle: Handel     *Preisbewertungen zur neuen Ernte


Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Rheinland

150,00

0,00

DDP Süd-Oldenburg

158,00

0,00

EXW Hildesheim

154,00

0,00

Quelle: Handel


Mais:
Trockenheiße Witterung zur US-Maisblüte 
Die Maispreise konnten sich leicht stabilisieren. In den USA unterstützt trockenheiße Witterung den Markt, könnten in derzeitigem Stadium empfindliche Narben der Blüten bei Mais vertrocknen. Bei US-Mais wurde die vorwöchige Bewertung um 2 Prozentpunkte auf 71 % gut bis exzellente Pflanzen reduziert. Das USDA gab zwei Exportverkäufe von 204.000 mt nach China und von 182.000 mt nach Mexiko bekannt. Die wöchentliche Inspektion bei US-Mais zeigte 942.445 mt. In Frankreich zog Mais leicht an. Die EU-Einfuhrsteuer auf Mais wurde auf Null zurückgesetzt. Ukrainischer Körnermais soll zu 176,10 EUR/mt fob Odessa für Erntetermine angeboten werden.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

348,50

0,2 %

Matif (EUR/mt)

169,50

0,7 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

163,00

1,00

Süd-Holland CIF

186,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

190,00

0,00

Brake FOT

193,00

0,00

Westfalen DDP

192,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel


DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

183,00

1,00

 

 

 

Quelle: Handel

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Getreide
23.09.2026
KYJIW/DALIAN. Ukrainische Bauern erzielen deutlich bessere Hirseerträge als im Vorjahr. Im chinesischen Markt haben die Preise nicht viel Spielraum nach unten. Die EU-Importe sind in dieser Saison um 60% gesunken.
Getreide
23.09.2026
KYJIW/DALIAN. Ukrainische Bauern haben die Buchweizenernte 2026 gut zur Hälfte abgeschlossen. In China stützen geringere Produktionsergebnisse die Rohwarenpreise. EU-Länder haben in den letzten Wochen rund die Hälfte ihrer Buchweizenimporte aus Kasachstan bezogen.
Getreide
01.09.2026
DALIAN/KYJIW. In China legen die Buchweizenpreise deutlich zu. Wetteranfälligkeit sorgt für Unsicherheit im Markt. Chinas Importe aus Russland waren rückläufig.
Getreide
01.09.2026
KYJIW/DALIAN. In der Ukraine wurden bereits 22% der Hirsefelder abgeerntet. In China haben sich die Anbauflächen in diesem Jahr erholt. Marktteilnehmer rechnen mit entsprechendem Druck auf die Preise.