Getreide: Märkte am Vormittag

2. Juli 2020 um 10:49 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Vormittag mit Einschätzungen des Handels. Heute mit Einkaufstipp des Großhandels.


Weizen: Mühlen und Backindustrie schauen nach Litauen
Der Weizenmarkt wurde durch die Preisrallye bei Mais unterstützt. Eine reduzierte Flächenschätzung zur US-Maisernte und Wettermeldungen über trockenheiße Witterung sind der Grund. In Russland wurden bis letzte Woche gut 1 % der Getreideernte gedroschen. Die Weizenerträge fallen in den dieses Jahr problematischen Frühdruschgebieten mit Trockenschäden 50 % niedriger aus. Algerien hat gestern 300.000 mt Weichweizen zum Preis von 218 USD/mt Cif für September gekauft. Frankreichs Handel erwartet mehr Nachfrage, testen Importeure gerade den Markt für neue Erntetermine aus. Die Wintergerstenerträge fallen in Frankreich und Deutschland allgemein schwächer aus. Der Beginn der Weizenernte wird in zehn Tagen erwartet. Die Mühlen halten sich mit Käufen zurück. Es wird erwartet, dass das Gros der Einkäufe zum Saisonauftakt wegen günstigerer Preise in den Baltic-Staaten beginnt. Ex-Erntepreise sind gegenüber Juli um gut 10 bis 15 EUR/mt niedriger.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

498,25

0,8 %

Matif  (EUR/mt)

181,50

0,5 %

Black Sea  (USD/mt)

199,00

0,3 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

208,32

1,72

Hamburg DDP

192,00

0,00

Rheinland DDP

198,00

0,00

Neuss DDP

193,00

0,00

Oberrhein FOB

190,00

0,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF

200,00

0,00

Creil FOB

175,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

202,00

0,00

Westfalen DDP

200,00

0,00

Oberrhein FOB

190,00

01,00

Quelle: Handel


Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Rheinland

150,00

-5,00

DDP Süd-Oldenburg

158,00

-2,00

EXW Hildesheim

154,00

0,00

Quelle: Handel


Mais:
Trockenheiße Wetterprognosen in den USA
Die Maiskurse haben sich in Chicago und in Paris weiter befestigt. Eine reduzierte Flächenschätzung zur US-Maisernte und Wettermeldungen über trockenheiße Witterung sind der Grund. Auch die US-Ethanolproduktion stieg um 7.000 auf 900.000 Barrel/Tag an. Die US-Ethanolbestände sind innerhalb einer Woche um 870.000 Barrel auf 20,16 Mio. Barrel gesunken. Brasilien soll im Juni 775.000 mt Mais exportiert haben. Laut Anec dürfte der Juli-Export 3,9 Mio. mt erreichen. Taiwans Nachfrage ist hoch. In Frankreich zog Körnermais um 1 EUR/mt an. In Deutschland sind die Notierungen für Schweinefleisch gefallen, der Absatz läuft schleppend. Die Importstatistk Brüssels zeigt, dass tendenziell mehr brasilianischer und serbischer Mais importiert wird, wenn auch die Importe zurückgingen.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

347,50

1,6 %

Matif (EUR/mt)

168,50

0,5 %



Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

161,00

1,00

Süd-Holland CIF

186,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

190,00

0,00

Westfalen DDP

192,00

0,00

Niederrhein DDP

184,00

0,00

Oberrhein FOB

182,00

0,00

Quelle: Handel


DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

182,00

0,0 %

 

 

 

Quelle: Handel

 

 

 

 

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Getreide
01.07.2026
DALIAN/KYJIW. Geringe Verfügbarkeit sorgt im chinesischen Markt für eingeschränkte Handelsaktivität. In der Ukraine ist Anbaufläche deutlich kleiner ausgefallen als im Vorjahr. Die EU-Importe sind 2025/2026 um 20% zurückgegangen.
Getreide
01.07.2026
DALIAN/KYJIW. Während der Sommermonate verläuft der Handel im chinesischen Markt üblicherweise etwas zäher. Die neue Ernte soll die Marktlage entspannen. Ukrainische Bauern haben ihr Aussaatziel übertroffen.
Bio-Rohstoffe
11.06.2026
ASUNCIÓN/SUCRE. In Paraguay steht der neuen Ernte die kritischste Zeit des Jahres bevor. Noch erlauben die Wetteraussichten einen zuversichtlichen Ausblick. Boliviens Handel wird durch Straßenblockaden beeinträchtigt.
Getreide
27.05.2026
KYJIW/DALIAN. Die Hirseaussaat in der Ukraine liegt weit hinter den Erwartungen zurück. In China gleichen sich Angebot und Nachfrage aus. Die EU-Importe sind um 16% zurückgegangen.