Getreide: Hohe Weizenimporte aus Kanada

15. Juli 2020 um 08:52 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Morgen mit ersten Einschätzungen des Handels. EU überrascht mit hohen Weizenimporten Kanadas. Australiens Weizenprognosen steigen. Überblick über die Weizenernte in Frankreich und Deutschland.

Weizen: Australiens Ernte legt zu
Der Weizenmarkt startete am französischen Kassamarkt leicht schwächer in den Handelstag. Die Weizenernte Frankreichs setzte sich in nördliche Richtung fort. Die Erträge sollen regional stark schwanken. Die Qualität ist bei guten hl-Gewichten und Proteinwerten aber relativ konstant, hieß es. Im Südwesten Deutschland hat die Weizenernte begonnen. Erträge und Qualitäten wären dort gut, Handelsmühlen würden 176 bis 178 EUR/mt franko Lager ex Ernte bewilligen, sagte der Handel. Am Niederrhein sollen Mühlen 183 bis 187 EUR/mt, in Hamburg um 181 EUR/mt franko Lager ex Ernte zahlen. Bemerkenswert bleibt der EU-Importanstieg für Weizen um 12,5 % auf 43.189 mt. Rund 87 % des Importweizens kam aus Kanada. Ägypten kaufte 114.000 mt russischen Weizen zu 211,90 USD/mt fob. In Australien ging Abares zuletzt von 26,7 Mio. mt Weizen aus gegenüber 15,17 Mio. mt zur Dürrernte im Vorjahr. Russlands Analyst SovEcon hat seine Prognose zur Weizenproduktion um 1,1 auf 79,7 Mio. mt gesenkt.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

528,75

-0,1 %

Matif  (EUR/mt)

185,50

-0,2 %

Black Sea  (USD/mt)

202,00

-0,2 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

217,83

-0,80

Hamburg DDP*

187,00

0,00

Rheinland DDP*

187,00

0,00

Neuss DDP*

185,00

0,00

Oberrhein FOB*

176,00

0,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF*

187,00

-1,00

Creil FOB*

180,00

-1,00

Süd-Oldenburg DDP*

188,00

0,00

Westfalen DDP*

187,00

0,00

Oberrhein FOB*

175,00

0,00

Quelle: Handel     *Preisbewertungen ex Ernte


Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Rheinland

150,00

0,00

DDP Süd-Oldenburg

158,00

0,00

EXW Hildesheim

154,00

0,00

Quelle: Handel

Mais: Frankreichs Kassamarkt zieht an
Körnermais konnte in Frankreich bis 4 EUR/mt zulegen. Der Handel sprach von knapperem Marktangebot, zumal auch die EU-Maisimporte mit 357.499 mt um 53 % unter den Vorjahresstand sanken. Rund 26 % des Importmais kam aus Serbien, rund 24 % aus der Ukraine, etwa 21 % aus Kanada und 20 % aus Brasilien. In den USA kaufte China gestern die Rekordmenge von 1,76 Mio. mt Mais, um den Forderungen aus dem Phase-Abkommen nachzukommen. Weil die US-Regierung chinesische Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer formell zurückgewiesen hatte, bleibt der US-Handel skeptisch, dass Peking die Importe beschleunigen wird.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

326,50

-0,6 %

Matif (EUR/mt)

181,00

1,5 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

172,00

4,00

Süd-Holland CIF

190,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

195,00

0,00

Brake FOT

195,00

0,00

Westfalen DDP

195,00

0,00

Oberrhein FOB

186,00

0,00

Quelle: Handel


DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

183,00

0,00

 

 

 

Quelle: Handel

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Bio-Rohstoffe
07.07.2026
ASUNCIÓN. In diesem Jahr ist das Wetter in Südamerika nicht der einzige Preistreiber für Chiasaat. In Paraguay kam es zu Frost.
Getreide
01.07.2026
DALIAN/KYJIW. Geringe Verfügbarkeit sorgt im chinesischen Markt für eingeschränkte Handelsaktivität. In der Ukraine ist Anbaufläche deutlich kleiner ausgefallen als im Vorjahr. Die EU-Importe sind 2025/2026 um 20% zurückgegangen.
Getreide
01.07.2026
DALIAN/KYJIW. Während der Sommermonate verläuft der Handel im chinesischen Markt üblicherweise etwas zäher. Die neue Ernte soll die Marktlage entspannen. Ukrainische Bauern haben ihr Aussaatziel übertroffen.
Bio-Rohstoffe
11.06.2026
ASUNCIÓN/SUCRE. In Paraguay steht der neuen Ernte die kritischste Zeit des Jahres bevor. Noch erlauben die Wetteraussichten einen zuversichtlichen Ausblick. Boliviens Handel wird durch Straßenblockaden beeinträchtigt.