Getreide: Höhere Erträge bringen Westeuropas Weizenpreis unter Druck

21. Juli 2020 um 09:41 , Der AUDITOR
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CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Morgen mit ersten Einschätzungen des Handels. In Westeuropa nimmt der Erntedruck zu, die Erträge offenbar auch.

Weizen: Polen und Litauen bieten preiswerter an
Die Weizenmärkte gerieten unter Druck. Geringe Exportnachfrage und Erntedruck waren Gründe. In den USA fiel die Exportinspektion mit 500.607 mt 24 % kleiner aus als in der Vorwoche. In den USA war die Winterweizenernte zu 74 % abgeschlossen. Die Proteinwerte sollen durchschnittlich ausfallen. Ägypten gab eine neue Weizenausschreibung bekannt, mit verändertem Zahlungsziel von sechs Monaten. Für Aufsehen sorgten hohe Ernteerwartungen in Polen von 11,76 gegenüber 10,73 Mio. mt im Vorjahr. Litauens Weizenernte soll von 3,76 auf 4,27 Mio. mt steigen. Erhebliche Niederschläge im Mai und Juni hätten die Trockenheit Mitte März mehr als ausgeglichen, hieß es. Ein schwächerer Zloty macht polnischen Weizen wettbewerbsfähiger, Angebote sollen bei 176 EUR/mt EXW Westpolen liegen. Auch in Frankreich steigen die Weizenerträge nördlich der Loire und Seine. Insofern erwartet der Handel auch in Deutschland bessere Erträge. In Frankreich und Deutschland gab Weizen ex Ernte um 2 bis 3 EUR/mt nach.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

519,75

-2,7 %

Matif  (EUR/mt)

181,75

-1,7 %

Black Sea  (USD/mt)

203,50

-0,2 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

215,22

-2,48

Hamburg DDP*

186,00

-2,00

Rheinland DDP*

186,00

-3,00

Westfalen DDP*

186,00

-3,00

Oberrhein FOB*

175,00

-1,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF*

188,00

-2,00

Creil FOB*

178,00

-2,00

Süd-Oldenburg DDP*

186,00

-3,00

Neuss DDP*

180,00

0,00

Oberrhein FOB*

175,00

0,00

Quelle: Handel     *Preisbewertungen ex Ernte

Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Rheinland

150,00

0,00

DDP Süd-Oldenburg

158,00

0,00

EXW Hildesheim

151,00

0,00

Quelle: Handel

Mais: Real und Griwna gegenüber Euro im Sinkflug
Auch die Maispreise gaben nach. In den USA sorgten Regenfälle im Maisgürtel für gute Wachstumsbedingungen. Beim Crop Progress Report blieb die Bonitierung 69 % gut bis exzellente Pflanzen unverändert zur Vorwoche. Die US-Exportinspektion lag jedoch mit 1,15 Mio. mt doppelt so hoch als in der Vorwoche. Mexiko, China und Südkorea waren größte Abnehmer. In Frankreich brach der Maispreis um 3 EUR/mt ein, was mit schwächerem Kursverlauf beim Weizen und regenbedingt besseren Ertragserwartungen für die französische kommende Maisernte zusammenhing. Auch die ukrainische Griwna und Brasiliens Real sind deutlich eingebrochen, was Importpreise vermindert.  

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

326,00

-1,9 %

Matif (EUR/mt)

171,25

-1,9 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

166,00

-3,00

Süd-Holland CIF

195,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

197,00

0,00

Brake FOT

196,00

0,00

Westfalen DDP

197,00

-1,00

Oberrhein FOB

190,00

0,00

Quelle: Handel


DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

183,00

0,00

 

 

 

Quelle: Handel

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