Getreide: Hitzewelle treibt Maispreise

31. Juli 2020 um 09:11 , Der AUDITOR
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CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Morgen mit Einschätzungen des Handels. Mit neuen Zahlen der EU-Kommission und Exportdaten.

Weizen: EU-Kommission senkt Ernteerwartungen
In der EU senkte die EU-Kommission ihre Prognose zur Weichweizenernte um 0,6 auf 116,6 Mio. mt, was 14 Mio. mt Rückgang zum Vorjahr entspräche. Frankreichs Weizenernte sinkt trotz besserer Erträge und Qualitäten nördlich der Loire und Seine. In Frankreich rechnet der Handel bei 29,22 Mio. mt mit um 26 % kleinerer Ernte als im Vorjahr. Die Weizenernte in Deutschland fällt tendenziell besser aus als in Frankreich. In Polen erwartet der Handel nun doch 11,6 Mio. mt, was 4 % über dem Vorjahr läge. Bisher sind die geernteten Qualitäten überwiegend im grünen Bereich, Proteinwerte von 10,8 bis 17 % wurden gemeldet. Weizen-Exportlieferungen nach China, Tunesien, Algerien und Äthiopien haben in Frankreichs Seehäfen die Preise befestigt. Russlands Weizenernte könnte mit 78 bis 80 Mio. mt höher ausfallen als im Vorjahr, als diese bei 73,6 Mio. mt lag. Russland soll am Exportmarkt zu alter Stärke zurückgefunden haben. Die Ukraine erntet mehr Futterweizenqualitäten.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

532,25

0,0 %

Matif  (EUR/mt)

183,00

0,6 %

Black Sea  (USD/mt)

205,00

0,0 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB*

184,00

1,00

Hamburg DDP*

181,00

1,00

Rheinland DDP*

181,00

-2,00

Westfalen DDP*

181,00

-2,00

Oberrhein FOB*

174,00

0,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF*

185,00

1,00

Creil FOB*

180,00

1,00

Süd-Oldenburg DDP*

181,00

0,00

Neuss DDP*

177,00

-3,00

Oberrhein FOB*

174,00

1,00

Quelle: Handel     *Preisbewertungen ex Ernte

Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Rheinland

150,00

0,00

DDP Süd-Oldenburg

158,00

0,00

EXW Hildesheim

151,00

0,00

Quelle: Handel

Mais: Hitzewelle in Westeuropa treibt Maispreise
In den USA kaufte China gestern 1,937 Mio. mt US-Mais, was die Kurse stützte. Chinas Maisernte soll wegen Kälte zurückfallen. Auch treiben überlagerte Maisbestände die Maispreise in China. Daher gingen Handelskreise von einem auf 10 Mio. mt ansteigenden Maisbedarf dort aus. Die EU-Kommission hat ihre Prognose zur Körnermaisernte um 0,7 auf 72,6 Mio. mt erhöht, was einem Anstieg von 2,6 Mio. mt zum Vorjahr entspräche. Dennoch drohen durch die derzeitige Hitzewelle in Westeuropa besonders Schäden an Mais. Das Maisangebot ist durch geringere Futterkonserven beim Grünland in Westeuropa eher knapp. Die EU-Maisimporte blieben bis 23. Juli mit 556.465 mt um 57,3 % unter dem Vorjahresstand.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

317,00

0,0 %

Matif (EUR/mt)

176,25

2,3 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

166,00

0,00

Süd-Holland CIF

197,00

2,00

Süd-Oldenburg DDP

199,00

2,00

Brake FOT

200,00

2,00

Westfalen DDP

200,00

3,00

Oberrhein FOB

193,00

3,00

Quelle: Handel

 

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