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Getreide: Frankreichs Exportszene stützt festere Kurse

30. Juli 2020 09:39, Der AUDITOR
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CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Morgen mit Einschätzungen des Handels.

Weizen: Frankreich Exportpreise ziehen leicht an
Der Weizenmarkt tendierte fester. In den USA sorgt der niedrige Dollarkurs für höhere Exporterwartungen. Die US-Sommerweizenernte bringt Händlern zufolge bislang Erträge unter dem Vorjahresschnitt. In Frankreich legte Weizen um 1 EUR/mt zu. Exportlieferungen nach China, Algerien und Äthiopien haben an Frankreichs Seehäfen den Preis etwas befestigt. Tunesien gab die Ausschreibung von Weich- und Hartweizen sowie für Futtergerste bekannt. In Frankreich wurde die Weizenernte nahezu beendet. Trotz besserer Erträge und höherer Qualitäten nördlich der Loire und Seine bestätigt sich der Ernterückgang. In Frankreich rechnet der Handel bei 29,22 Mio. mt mit einer um 26 % kleineren Ernte als im Vorjahr. Der französische Analyst Tallage hat seine Prognose zur EU-Weichweizenernte (inklusive Großbritannien) zuletzt auf knapp 130 Mio. mt gesenkt. Die Weizenernte in Deutschland fällt tendenziell besser aus als in Frankreich. In Polen erwartet der Handel nun doch 11,6 Mio. mt Weizen, was 4 % über dem Vorjahr läge. Russland soll am Exportmarkt zu alter Stärke zurückgefunden haben, was Preisanstiege in Westeuropa stark begrenzen dürfte.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

532,00

1,0 %

Matif  (EUR/mt)

181,75

0,5 %

Black Sea  (USD/mt)

205,00

0,0 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB*

183,00

1,00

Hamburg DDP*

181,00

1,00

Rheinland DDP*

183,00

2,00

Westfalen DDP*

183,00

1,00

Oberrhein FOB*

174,00

0,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF*

185,00

1,00

Creil FOB*

179,00

1,00

Süd-Oldenburg DDP*

181,00

0,00

Neuss DDP*

180,00

1,00

Oberrhein FOB*

174,00

1,00

Quelle: Handel     *Preisbewertungen ex Ernte


Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Rheinland

150,00

0,00

DDP Süd-Oldenburg

158,00

0,00

EXW Hildesheim

151,00

0,00

Quelle: Handel

Mais: Hurrikan „Isaias“ rast Richtung Florida
Der US-Maismarkt gab nach. Gute Ernteerwartungen und keine neuen Exporte nach China belasteten den Markt. Zwar wurde mehr Mais zur Ethanolverarbeitung verbraucht. Die US-Ethanolproduktion legte um 50.000 auf 958.000 Barrel/Tag zu. Auch die US-Ethanolbestände stiegen um 471.000 Barrel auf 20,272 Mio. Barrel. Aber der US-Ethanolpreis stieg laut US-Grain Council um 4,1 % auf 1,382 USD/Gallone. Auch Rohöl verteuerte sich durch den nahen Hurrikan „Isaias“ Richtung Florida. In Frankreich unterstützte die angekündigte die Hitzewelle zum Wochenende höhere Maiskurse.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

316,75

-1,2 %

Matif (EUR/mt)

172,25

0,1 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

166,00

-1,00

Süd-Holland CIF

195,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

197,00

0,00

Brake FOT

198,00

0,00

Westfalen DDP

197,00

0,00

Oberrhein FOB

190,00

0,00

Quelle: Handel


DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

183,00

0,00

 

 

 

Quelle: Handel

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