Getreide: Feste Impulse aus Frankreich

16. Juli 2020 um 09:48 , Der AUDITOR
Bericht als Audio abspielen

CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Morgen mit ersten Einschätzungen des Handels. China kauft in den USA. Ukraine befürchtet Qualitätsprobleme.

Weizen: Frankreichs Weizenernte schwächelt im Süden
Der Weizenmarkt legte in den USA deutlich. Dahinter standen Gerüchte über chinesische Weizenkäufe, zwei Schiffe SRW-Weizen, aus den USA. Jordanien kaufte 60.000 mt Weichweizen optionaler Herkunft. Äthiopien schrieb die Weichweizenmenge von 400.000 mt aus, wobei die EU zum Zuge kommen könnte. Der Fokus liegt die Ernteentwicklung in Frankreich, Deutschland und Polen sowie am Schwarzmeer. Frankreichs Handel sah die Erträge südlich der Loire und der Seine als schlicht enttäuschend und hoffte auf bessere Erträge nördlich der Seine. In Deutschland zeigt sich die Weizenernte besser. Der DRV hat seine Prognose gegenüber Juni von 22,21 auf 22,46 Mio. mt erhöht, im Vorjahr erntete Deutschland 23,05 Mio. mt. In Sachsen-Anhalt berichten Händler von Ergebnissen zwischen 12 und 16 % Protein, hohen Hektolitergewichten, aber zum Teil von sehr geringen Erträgen um 4 t/ha. Regenwetter hat die ukrainische Weizenernte verzögert, es werden Qualitätsprobleme befürchtet. Gestern wurde Mahlweizen mit 12,5 % zu 191 USD/mt, Futterweizen zu 181 USD/mt CPT Odessa gehandelt.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

550,25

4,0 %

Matif  (EUR/mt)

187,25

0,9 %

Black Sea  (USD/mt)

203,25

0,6 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

220,87

3,04

Hamburg DDP*

187,00

0,00

Rheinland DDP*

187,00

0,00

Neuss DDP*

185,00

0,00

Oberrhein FOB*

176,00

0,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF*

187,00

0,00

Creil FOB*

182,00

2,00

Süd-Oldenburg DDP*

188,00

0,00

Westfalen DDP*

187,00

0,00

Oberrhein FOB*

175,00

0,00

Quelle: Handel     *Preisbewertungen ex Ernte


Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Rheinland

150,00

0,00

DDP Süd-Oldenburg

158,00

0,00

EXW Hildesheim

151,00

0,00

Quelle: Handel

Mais: Frankreichs Kassamarkt zieht an
In den USA haben rekordhohe Maiskäufe Chinas von 1,76 Mio. mt zu einem Kursanstieg um 4 % in Chicago geführt. China legte gestern mit Einkäufen von 132.000 mt nochmals nach. Auch Prognosen über trockenheiße Witterung im Corn Belt stützten die Kurse. In Westeuropa fiel dagegen der Körnermaispreis. Die jüngsten Regenfälle verbesserten die Wachstumsbedingungen für Mais. Auch gefallende Maispreise in der Ukraine um 5 auf 151 USD/mt CPT für Liefertermin Oktober waren Gründe. Zudem wird Futtergeste mit schwachen hl-Gewichten um 55 bis 58 kg/hl unter Preis angeboten.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

329,00

0,7 %

Matif (EUR/mt)

175,00

-3,4 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

170,00

-2,00

Süd-Holland CIF

190,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

195,00

0,00

Brake FOT

195,00

0,00

Westfalen DDP

195,00

0,00

Oberrhein FOB

186,00

0,00

Quelle: Handel


DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

183,00

0,00

 

 

 

Quelle: Handel

Dies könnte Sie ebenfalls interessieren

zur Nachrichten-Übersicht
Bio-Rohstoffe
11.06.2026
ASUNCIÓN/SUCRE. In Paraguay steht der neuen Ernte die kritischste Zeit des Jahres bevor. Noch erlauben die Wetteraussichten einen zuversichtlichen Ausblick. Boliviens Handel wird durch Straßenblockaden beeinträchtigt.
Getreide
27.05.2026
KYJIW/DALIAN. Die Hirseaussaat in der Ukraine liegt weit hinter den Erwartungen zurück. In China gleichen sich Angebot und Nachfrage aus. Die EU-Importe sind um 16% zurückgegangen.
Getreide
27.05.2026
KYJIW/DALIAN. In der Ukraine liegt die Aussaat deutlich hinter dem Vorjahresergebnis. Importe stabilisieren die Preise im chinesischen Markt. Die EU-Importe haben sich in dieser Saison mehr als verdoppelt.
Bio-Rohstoffe
26.05.2026
ASUNCIÓN. In Paraguay entwickelt sich die Chiaernte weiterhin gut. Noch besteht jedoch ein minimales Frostrisiko. Niederschläge im August könnten zudem die Qualität beeinträchtigen.