Getreide: Auswirkungen über Moskaus Dekrete umstritten

16. Dezember 2020 um 09:10 , Der AUDITOR
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CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Vormittag mit Einschätzungen des Handels. Moskau beschließt Exportzölle und Exportquoten. Doch was bedeutet dies für den Markt? Maismarkt droht nächste Überraschung.

Weizen: Ägyptens Tender geht an Russland vorbei
In Moskau wurde gestern die Dekrete über Exportquoten und Anhebung der Exportsteuer für russisches Getreide unterzeichnet. Danach ist der Export zwischen 15. Februar und 30.Juni auf 17,5 Mio. mt Weizen gedeckelt. Im gleichen Zeitraum unterliegt dieser einer Ausfuhrsteuer von 25 EUR/mt. Dies dürfte russische Exporteure veranlassen, ihr Exporttempo bis Mitte Februar hochzutreiben, um der Exportsteuer zumindest in Teilen zu entgehen. SovEcon rechnet damit, dass Russlands Weizenexporte um 2 bis 3 Mio. mt sinken werden. US-Broker erwarten spürbaren Preisdruck bis Mitte Februar. Dies könnte sich für neue Mehlkontrakte bezahlt machen. Ob danach geringere Weizenexporte Russlands das Preisniveau treiben, bleibt im Handel umstritten. Bei der Weizenausschreibung Ägyptens kam Russland jedenfalls nicht zum Zug. Ägyptens GASC kaufte 120.000 mt rumänischen und 115.000 mt ukrainischen Weizen. Russische Angebote sollen auf Fob-Basis um 14 EUR/mt teurer gewesen sein. Tunesien hat eine Ausschreibung über 117.000 mt Weichweizen und jeweils 100.000 mt Hartweizen und Futtergerste gestartet.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

599,25

-1,7 %

Matif  (EUR/mt)

207,25

0,4 %

Black Sea (USD/mt)

254,00

0,1 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB

208,00

-2,00

Hamburg DDP

212,00

-2,00

Rheinland DDP

210,00

-2,00

Westfalen DDP

212,00

0,00

Oberrhein FOB

202,00

0,00

Futterweizen (72/73)

Holland DDP

213,00

0,00

Creil FOB

204,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

213,00

0,00

Neuss DDP

207,00

0,00

Oberrhein FOB

202,00

0,00

Quelle: Handel    

Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Hamburg

190,00

0,00

DDP Süd-Oldenburg

170,00

0,00

EXW Rheinland

160,00

0,00

Quelle: Handel 

Mais: Nächste Trockenphase für Argentinien erwartet
Am französischen Kassamarkt blieben die Preisausschläge für Mais gering. Mais folgt dem Trend von Weizen und profitiert von guter Nachfrage Chinas, wo Schweinefarmen auf 90 % ihres Produktionsvolumens vor Auftreten der Afrikanischen Schweinepest Ende 2018 zurückkehren dürften, hieß es aus Frankreich. Die EU importierte 7,558 Mio. mt Mais, gut 23,5 % weniger als im Vorjahr, davon kamen 4,252 Mio. mt aus Brasilien und 1,788 Mio. mt aus der Ukraine. Mit Blick auf die kommenden Maisernten Südamerikas sind die Regenfälle keineswegs so prägnant ausgefallen wie manche Wetterdienste behaupteten, hieß es. Bereits für die kommende Woche gehen Wetterdienste von einer erneuten Trockenphase insbesondere in Argentinien aus.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

428,00

1,4 %

Matif (EUR/mt)

190,00

0,7 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

193,00

1,00

Süd-Holland FCO

212,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

211,00

0,00

Brake FOT

207,00

0,00

Westfalen DDP

211,00

-1,00

Oberrhein FOB

202,00

0,00

Quelle: Handel

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