Getreide: Abwärtstrend bei Weizen und Mais

29. Juli 2020 um 08:45 , Der AUDITOR
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CHICAGO/PARIS. Markt- und Preistrends am Morgen mit Einschätzungen des Handels. Mit neuen Zahlen zum Import und Exportmarkt. Ägypten kauft Weizentender. USA erlebt frühe Hurrikan-Saison.

Weizen: Ägypten kauft 470.000 mt Weizen
Russlands höher erwartete Weizenernte sorgt für deutlich höheres Angebot am Schwarzmeer. Russlands Anbaufläche wurde für Winterweizen um 6,6 % und für Sommerweizen um 2,4 % angehoben. Dadurch könnten Russlands Weizenexporte von 33,5 im Vorjahr auf 38 Mio. mt steigen. Ägypten kaufte 470.000 mt Weichweizen, davon 350.000 mt aus Russland und 120.000 mt aus der Ukraine, zum Preis von 215,41 EUR/mt fob Schwarzmeer, gut 4,15 USD/mt unter dem Kontraktpreis von letzter Woche. In Frankreich rechnet der Handel mit 29,22 Mio. mt mit einer um 26 % kleineren Ernte als im Vorjahr. In Frankreich, Holland und am Rhein gab es Preiskorrekturen von bis 2 EUR/mt. Der EU-Prognosedienst MARS hat die EU-Weizenerträge von 5,6 auf 5,54 mt/ha leicht zurückgenommen gegenüber 6,0 mt/ha im Vorjahr. Die EU-Weizenimporte lagen bis 23. Juli mit 84.200 mt um 63,7 % über dem Vorjahresstand, die Importe stammten überwiegend aus Kanada.

Terminkurse -Weizen (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

526,25

0,1 %

Matif  (EUR/mt)

180,75

-1,1 %

Black Sea  (USD/mt)

205,00

0,2 %


Weizen-Kassamarkt

B-Weizen (12/220/76)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Rouen FOB*

182,00

-2,00

Hamburg DDP*

180,00

0,00

Rheinland DDP*

181,00

-1,00

Westfalen DDP*

182,00

0,00

Oberrhein FOB*

174,00

0,00

Futterweizen (72/73)

Holland CIF*

184,00

-1,00

Creil FOB*

178,00

-2,00

Süd-Oldenburg DDP*

181,00

-2,00

Neuss DDP*

179,00

0,00

Oberrhein FOB*

173,00

-1,00

Quelle: Handel     *Preisbewertungen ex Ernte


Weizenkleie-Kassamarkt

Weizenkleie (lose)

Parität

EUR/mt

Veränd.

EXW Rheinland

150,00

0,00

DDP Süd-Oldenburg

158,00

0,00

EXW Hildesheim

151,00

0,00

Quelle: Handel

Mais: Keine neuen Maisexporte der USA
In den USA sorgten gute Ernteerwartungen wegen wiederkehrender Regenfälle im Corn Belt für Preisdruck. Ob die früh begonnene Hurrikan-Saison Einfluss auf den US-Maismarkt haben wird, bleibt abzuwarten. Vom Atlantik steuert ein neuer Hurrikan namens Isaias womöglich auf die US-Golfküste zu. Starkregen könnte im Mississippi-Delta Maispflanzen schädigen. Das USDA meldete keinen weiteren Maisexport nach Mexiko und China. Der EU-Prognosedienst MARS hat die Schätzung der EU-Maiserträge von 8,2 auf 8,21 mt/ha leicht erhöht gegenüber 7,58 mt/ha im Vorjahr. In Frankreich tendierte Mais am Morgen schwächer. Die EU-Maisimporte blieben bis 23. Juli mit 556.465 mt um 57,3 % unter Vorjahresstand.

Terminkurse -Mais (Fronttermine)

CBoT (USD/bu)

320,50

-0,7 %

Matif (EUR/mt)

172,00

-0,3 %


Mais-Kassamarkt

Körnermmais (handelsüblich)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Bordeaux FOB

167,00

-1,00

Süd-Holland CIF

195,00

0,00

Süd-Oldenburg DDP

197,00

0,00

Brake FOT

198,00

2,00

Westfalen DDP

197,00

0,00

Oberrhein FOB

190,00

0,00

Quelle: Handel


DDGS-Kassamarkt

DDGS (Fronttermine)

Parität

EUR/mt

Veränd.

Zeitz EXW

183,00

0,00

 

 

 

Quelle: Handel

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