Folgt Sesam dem allgemeinen Trend?

27. Oktober 2016 um 10:00 , Der AUDITOR
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NEU-DELHI. Das Neujahrsfest Diwali hat die indischen Märkte derzeit so gut wie lahmgelegt. Allerdings schläft die Konkurrenz nicht.

Neue Ernteschätzungen
Die wichtigsten Markteilnehmer in Indien haben die feiertagsbedingte Handelspause für eine Konferenz genutzt. Im Austausch mit den unterschiedlichen Handelspartnern sind neue Ernteprognosen entstanden. Sie fallen mit 160.000-200.000 mt deutlich niedriger aus als zuvor. Einige Händler warnen gar schon vor einem Desaster. Dagegen waren die Experten zu Beginn der Ernte mit 200.000-300.000 mt deutlich optimistischer. In wie weit sich die Befürchtungen bestätigen werden, wird wohl erst gegen Ende des Monats feststehen, sobald verlässliche Zahlen vorliegen. Die Überhänge aus 2015 liegen bei 100.000 mt.

Die Ruhe vor dem Sturm?
Ansonsten hat das Treffen wenig Impulse geliefert. Die Marktlage ist derzeit größtenteils stabil. Sesam, geschält wir noch immer für etwa 1,42 USD/kg CIF Hamburg angeboten. Sesam, natur liegt nach wie vor bei etwa 1,27 USD/kg CIF Hamburg. Obwohl die Nachfrage im Inland gut ist, lässt die Exportnachfrage zu wünschen übrig.

Zukünftige Preissteigerung?
Solange in China weiterhin kein Kaufinteresse besteht, wird der indische Markt weiterhin vor sich her dümpeln. Immer größere Sorgen bereitet den indischen Marktteilnehmern die zunehmende Konkurrenz aus Afrika. Dort wird Sesam zu deutlich günstigeren Konditionen angeboten. Die Preise sind in der Tat so günstig, dass indische Verarbeiter dieses Jahr geschätzte 100.000-150.000 mt importieren werden. Allerdings stellt sich langsam die Frage wie lange sich noch das vergleichsweise niedrigen Preisniveau bei Sesam halten kann. Die Preise sind fast so niedrig wie seit 2008 nicht mehr. Künftige Preissteigerungen scheinen, vor allem angesichts der steigenden Ölpreise im Weltmarkt, nicht ausgeschlossen zu sein.

 

 

Sesampreise Indien

Sorte

USD/mt

Geschält, 99,95%

1.42

Natur

1.27

CIF Hamburg

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