Deutscher Bauernverband: Getreideernte soll knapp unter dem Durchschnitt liegen
3. Juli 2019 um 13:49 ,
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„Der Vergleich der diesjährigen Erntemenge mit dem Extremjahr 2018 verzerrt das Bild etwas. Wir erwarten in diesem Jahr eine Ernte knapp unter dem Durchschnitt. Die Nachwirkungen der Dürre sind noch immer deutlich spürbar. Für die angespannte wirtschaftliche Lage in vielen Betrieben wird auch dieses Jahr keine Verbesserung bringen“, sagte Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes.
Die Voraussetzungen für die diesjährige Getreideernte waren jedoch alles andere als optimal. Noch bis zur Aussaat des Wintergetreides im vergangenen Herbst hielt die extreme Trockenheit des Sommers 2018 an. Anfang des Jahres war es noch immer zu trockenen, bis sich Niederschläge und kühle Witterung im Mai positiv auf die Ertragsaussichten auswirkten. „Die Niederschlagsverteilung war regional sehr unterschiedlich. Durch die insbesondere im Osten Deutschlands nach wie vor zu trockenen Bodenverhältnisse sind dort mancherorts erhebliche Trockenschäden festzustellen. Auch haben Starkregen und Hagel teilweise die Getreidebestände stark geschädigt“, so Rukwied. Trotzdem stehen die Getreidebestände in weiten Teilen Deutschlands gut da, wobei die extreme Hitze in der letzten Juni-Woche dem Winterweizen geschadet haben könnte. Große Hitze und Wassermangel verhindern die für den Ertrag wichtige Kornfüllung.
Zur Ernte 2019 wurde in Deutschland Getreide auf einer Fläche von 6,4 Mio. ha angebaut. Winterweizen ist einer Fläche von 3 Mio. ha der am meisten angebaute Getreide und liegt dieses Jahr nur knapp hinter dem 5-Jahres-Durchschnitt 2013-2017 von 3,1 Mio. ha.
Beim Anbau von Winterraps sind die Nachwirkungen der Dürre 2018 besonders stark zu spüren. Mit 887.000 ha ist die Fläche rund 30% kleiner ausgefallen als im Vorjahr. da die Aussaat von Winterraps mitten in die Dürrephase gefallen und entsprechend erfolglos gewesen wäre. Derzeit wird eine Erntemenge von nur 3,1 Millionen Tonnen erwartet.
Quelle: Deutscher Bauernverband (DBV)