Coronavirus führt zu Lieferengpässen

9. März 2020 um 15:54 , Der AUDITOR
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FRANKFURT. Berichten zufolge gibt es derzeit einige Lieferengpässe zwischen Produzenten und Lagerhaltern in Norditalien sowie Käufern in Tschechien.

Des Weiteren wird berichtet, dass an den tschechischen Grenzübergängen aus Italien kommende LKW-Fahrer geprüft werden, ob sie nicht fiebrig erkrankt sind. Dies wäre für die Behörden ein erstes Warnzeichen, die betroffenen Personen genauer zu befragen und zu untersuchen.

Weiterhin hört man, dass immer mehr ausländische LKW-Fahrer sich weigern, Touren nach Italien zu fahren, da sie eine Infizierung mit Covid-19 befürchten, zumal dort auch einige Regionen abgesperrt und die Kunden dann nicht erreichbar sind.

Auch Unternehmen, die Teile ihrer Importe über den Mittelmeerraum beziehen, haben erste Bedenken geäußert, dass einige Waren knapp werden könnten. 

Weitere logistische Herausforderungen

Polnische Händler berichten derweil von starker Nachfrage nach Produkten wie Reis und Bulgur, sind aber gleichzeitig mit Transportschwierigkeiten konfrontiert. Die kürzlich erfolgte Massenbevorratung vieler Privathaushalte sorgt dafür, dass die Supermärkte öfter mit Nachschub beliefert werden müssen, weshalb die Transportmöglichkeiten knapp werden können. 

Hygiene ist das A und O

Deutsche Logistikunternehmen melden geringere Umschlagszahlen, insbesondere aus China gibt es derzeit nur wenige Lieferungen. Allerdings seien die Importzahlen in den ersten beiden Monaten 2020 gut gewesen. Viele Lager sollten gefüllt sein.

Desinfektionsmittel und entsprechende Hygiene-Hinweise werden allen Mitarbeitern zugänglich gemacht. Insbesondere bei den Kraftfahrern, die auf ihren Touren quer durch Europa reisen, ist die Einhaltung wichtig.

Wie die EFSA (Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde) erst heute bestätigte, ist nicht von Infektionen durch importierte Lebensmittel auszugehen. 

Alternative Bezugsquellen müssen her

Um die Produktion so lange wie möglich aufrecht zu halten, beschäftigen sich die Lebensmittelhersteller mit alternativen Bezugsquellen für ihre wichtigsten Produkte. Auch die Sicherheitsbevorratung ist ein Thema und eine mögliche Aufstockung der Bestände sollte erwogen werden.

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