Corona-Krise: Finanzielle Unterstützung wird erweitert

4. Mai 2020 um 11:19 , Der AUDITOR
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BERLIN. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bekanntgab, steht das Maßnahmenpaket für Start-ups, das insgesamt 2 Milliarden Euro umfassen soll.

Darauf einigte sich das BMWi gemeinsam mit dem Bundesministerium der Finanzen und der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Die finanzielle Hilfe ist speziell für Start-ups und KMU geplant und basiert auf zwei Säulen.

Säule 1: Die Corona-Matching Fazilität

Zum einen werden Wagniskapitalfonds die zusätzlichen öffentlichen Mittel über die neue Corona Matching Fazilität zur Verfügung gestellt, damit Investoren auch während der Corona-Krise hoch innovative und zukunftsträchtige Start-ups finanzieren. Damit soll sichergestellt werden, dass noch junge Unternehmen auch in der derzeitigen Phase ihren Wachstumskurs fortsetzen können. Über die Corona Matching Fazilität werden die bestehenden Kooperationen mit den öffentlichen Partnern, wie zum Beispiel der KfW Capital und dem Europäischen Investitionsfonds, genutzt, um die öffentlichen Mittel den Start-ups schnell über Wagniskapitalfonds zur Verfügung zu stellen.

Säule 2: für Start-ups und kleine Mittelständler (ohne Zugang zu Säule 1)

Für Start-ups und kleine Mittelständler, die keinen Zugang über die Corona Matching Fazilität haben, werden weitere Wege zur Sicherstellung ihrer Finanzierungen eröffnet. Hierzu wird es eine enge Zusammenarbeit mit den Ländern geben, unter anderem über die Zusammenarbeit mit Landesgesellschaften.

Soforthilfe beantragen

Insgesamt stellt der Bund 50 Milliarden Euro zur Unterstützung kleiner Unternehmen durch die sogenannte Soforthilfe zur Verfügung. Die Soforthilfe besteht aus Zuschüssen für drei Monate, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Selbständige und Unternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten erhalten dabei bis zu 9.000 Euro, Selbständige und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten maximal 15.000 Euro. Viele Unternehmen haben die Soforthilfe bereits beantragt, das Kontingent ist allerdings noch nicht erschöpft. Wo die entsprechenden Hilfen beantragt werden können, unterscheidet sich je nach Bundesland. Finden Sie hier die Liste des Bundesfinanzministeriums, um herauszufinden, an welche Institution Sie sich im Speziellen wenden müssen:

Liste zum Beantragen finanzieller Unterstützung

Rezession durch Corona

Insgesamt betrachtet befindet sich die deutsche Volkswirtschaft aufgrund der Corona-Krise in einer Rezession, wie die Frühjahrsprojektion 2020 aufzeigt. Dort wird aufgeführt, dass das Bruttoinlandsprodukt um etwa 6,3% sinken dürfte (preisbereinigt). Im Jahr 2021 ist aufgrund des Aufholprozesses mit einem Zuwachs in Höhe von 5,2% zu rechnen, wie das BMWi berichtet.

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