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Cashews: Vietnam bleibt Export-Spitzenreiter

14. Februar 2024 um 11:34 , Der AUDITOR
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HANOI. Vietnam ist nach wie vor für einen Großteil der internationalen Cashewlieferungen verantwortlich, braucht dafür allerdings viel Rohware aus anderen Anbauländern. Deutschlands Cashewimporte sind merklich gestiegen.

Elfenbeinküste und Kambodscha sind wichtigste Lieferanten

Cashewnüsse sind ein wichtiger Rohstoff, der Vietnam jedes Jahr Milliarden von Dollar einbringt und das Land zum weltweit führenden Exporteur macht. Allerdings weist die Vietnam Cashew Association (Vinacas) wiederholt darauf hin, dass dafür große Mengen an Rohwarenimporten aus anderen Anbauländern nötig sind. Im Jahr 2023 war dabei die Elfenbeinküste der wichtigste Lieferant für vietnamesische Produzenten; insgesamt 899.430 mt rohe Cashewnüsse im Wert von mehr als 969 Mio. USD wurden aus dem afrikanischen Land importiert, der Durchschnittspreis lag dabei bei 1.078 USD/mt.

Ein ebenfalls wichtiges Bezugsland für Vietnam stellt das benachbarte Kambodscha dar. Die dortigen Lieferungen nach Vietnam übersteigen die der anderen asiatischen Länder, insgesamt wurden letztes Jahr 644.191 mt Cashewnüsse im Wert von 836 Mio. USD von Kambodscha nach Vietnam geliefert. Das entspricht einem Rückgang von 9% in der Menge und von 23% im Wert im Vergleich zum Vorjahr, so Vinacas. Damit gehen 98,5% der kambodschanischen Exporte nach Vietnam. Die Qualität der Cashewnüsse ist hoch, allerdings fehlen in Kambodscha bisher noch die technischen Möglichkeiten, sie entsprechend zu verarbeiten; das soll sich allerdings zeitnah ändern.

Indische Preise sind rückläufig

Die kürzlich vom vietnamesischen Zollministerium veröffentlichten Daten belegen, dass sich Vietnams Exporte im Dezember 2023 auf 111.942 mt im Wert von 123 Mio. USD belaufen haben; das sind mengenmäßig 21,5% und wertmäßig 16,7% weniger als im Vormonat. Die Gesamtausfuhren Vietnams lagen 2023 bei 2,7 Mio. mt im Wert von 3,1 Mrd. USD.

In Indien haben die Cashewpreise in den vergangenen Wochen nachgegeben. Cashewkerne, W240 kosten aktuell 8.585 USD/mt FOB Indien.

Cashews, Indien

Sorte

USD/mt

SWP

5.925

LWP

6.590

W240

8.585

W320

7.935

W450

7.220

FOB Indien

Deutschlands Importe steigen

Deutschlands Cashewimporte legen indes weiter zu. So importierte das Land dem Statistischen Bundesamt zufolge im Jahr 2023 insgesamt 67.007 mt, das entspricht einer Steigerung von 11,7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der wichtigste Lieferant bleibt dabei mit sehr großem Abstand Vietnam mit 43.533 mt, das sind 8,1% mehr als im Vorjahr. Die Niederlande (+29,3% auf 8.493 mt) und die Elfenbeinküste (+54,8% auf 8.346 mt) liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen auf Platz 2 der wichtigsten Lieferanten für Deutschland, können aber trotz ihrer prozentualen Steigerung noch lange nicht an Vietnam heranrücken. Deutschlands Importe aus Indien und Honduras sind 2023 hingegen deutlich gesunken.

Import Cashews* nach Deutschland in mt

Land

2022

2023

Diff.

Vietnam

40.279

43.533

8,1%

Niederlande

6.570

8.493

29,3%

Elfenbeinküste

5.392

8.346

54,8%

Indien

1.367

1.129

-17,4%

Burkina Faso

613

1.079

76,0%

Honduras

2.271

31

-98,6%

Andere

3.485

4.396

26,1%

Gesamt

59.977

67.007

11,7%

Quelle: Statistisches Bundesamt / Jan-Dez

*08013200 Kaschu-Nüsse, frisch oder getrocknet, ohne Schale

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