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Cashews: Striktere Kontrollen für Importe aus Kambodscha

25. August 2021 um 14:41 , Der AUDITOR
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HANOI. Um einem möglichen Betrug vorzubeugen, hat das Zollamt Vietnams strenge Importkriterien für Rohware, vor allem aus Kambodscha, eingeführt. Eine für vietnamesische Exporteure erfreuliche Entwicklung zeigt sich indes in Japan.

Farbe und Gewicht werden geprüft

Nachdem die Importe roher Cashewnüsse aus Kambodscha in den vergangenen Monaten so sprunghaft angestiegen waren, dass selbst offizielle Quellen wie die Vietnam Cashew Association (Vinacas) Probleme damit hatten, dies zu begründen, hat das vietnamesische Zollamt nun reagiert. Um die Kontrollen zu verstärken und die Herkunft eingeführter Rohware belegen zu können, müssen fortan detailliertere Einfuhrdokumente ausgefüllt werden – auch, um mögliche Steuerhinterziehungen zu verhindern. Bestimmungskriterien für die Rohware sind unter anderem Farbe und Gewicht, da sich die kambodschanische Ware darin von afrikanischen Ursprüngen unterscheidet.

Japan kauft vermehrt in Vietnam

Bei den Exporten zeichnet sich für die vietnamesischen Exporteure ein positives Bild ab, besonders Japan kauft vermehrt Ware in Vietnam statt in Indien. Nach Angaben des International Trade Centers (ITC) importierte Japan in den ersten fünf Monaten des Jahres 2021 Cashewnüsse im Wert von 33,17 Mio. USD, das entspricht einem Rückgang von 11,2% im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Importe aus Indien, aus dem Japan bis dato einen Großteil seiner Lieferungen bezieht, sanken dabei um 22,8%. Im Gegensatz dazu konnten vietnamesische Lieferanten ihre Exporte nach Japan um 4,5% steigern. Damit machen die vietnamesischen Lieferungen nun knapp 39% der japanischen Importe aus und die Exporteure setzen alles daran, diesen Wert in den kommenden Jahren weiter zu steigern.

Konkurrenz aus dem In- und Ausland

Laut Vinacas macht Vietnam zurzeit 80% der weltweiten Cashewexporte aus, ein Großteil davon bezieht sich auf vorverarbeitete Cashewkerne. Das wichtigste Abnehmerland sind dabei die USA, in die etwa ein Drittel der vietnamesischen Exporte geliefert werden. Der Wettbewerb ist allerdings hart, da es in Vietnam Vinacas zufolge mehrere tausend Unternehmen zur Cashewverarbeitung und für den Export gibt. Neben der inländischen Konkurrenz müssen die Unternehmen auch mit anderen Exportländern wie Indien und afrikanischen Staaten mithalten.

Die Preise auf dem europäischen Spotmarkt sind stabil mit einer leichten Abwärtstendenz. Cashewkerne, WW320 aus Vietnam liegen unverändert zu letzter Woche bei 6,90 EUR/kg FCA Spanien.

Preise Cashewkerne, Vietnam

Sorte

EUR/kg

WW 320, geröstet und gesalzen

6,85

White Splits

5,00

Large white pieces

4,00

WW320

6,90

WW240

7,50

FCA Spanien

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
allgemeine Preischarts

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