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Cashews: Katastrophale Ernte in Vietnam

4. April 2017 um 10:06 , Der AUDITOR
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HANOI. Die Experten sind sich einig. Der Cashew-Markt in Vietnam steht dieses Jahr vor großen Herausforderungen. Grund sind enttäuschende Ernteaussichten. Einige Bauern berichten gar von Komplettausfällen.

Massive Ernteverluste

Schlechtes Wetter, Schädlingsbefall und Krankheiten haben den Pflanzen in der Blütezeit in einigen Regionen stark zugesetzt. Betroffen sind vor allem die Anbauregionen in Binh Thuân und Lâm Dông. Viele Landwirte berichten von Komplettausfällen und teilweise massiven Ernteverlusten. Dagegen sind in der Hauptanbauregion Bình Phu’ó’g, Dông Nai und Bà Ria-Vung Tàu kaum Ernteverluste zu beklagen. Die Verluste werden von offizieller Seite auf 50% geschätzt. Händler rechnen dagegen mit Verlusten von gar 60-70%.

Die USA und EU treiben Preise in die Höhe

Auf jeden Fall steht den Verarbeitern nicht genug Rohware zur Verfügung, so dass Vietnam dieses Jahr bis zu 1,4 Mio. mt aus Afrika importieren dürfte. Die Rohware ist derzeit 30% teurer als im Vorjahreszeitraum. Schuld daran ist vor allem die aktuell hohe Nachfrage aus den USA und der EU. Mai-Lieferungen aus Vietnam werden für 4,60 USD/lb FOB angeboten. Zudem sind die Preise für Rohware aus Afrika in die Höhe geschossen.

Rohwarenpreise

Land

USD/mt

Còte d‘Ivoire

1.900

Nigeria

1.800

Benin

1.950

CFR, April-Lieferungen

 

Der weltgrößte Cashew-Produzent

Vietnam ist der weltweit größte Cashew-Produzent. Letztes Jahr war das Land mit 1,5 Mio. mt für etwa die Hälfte der weltweiten Cashew-Produktion verantwortlich. Davon wurden 348.000 mt exportiert, ein Anstieg von 5,6% gegenüber dem Vorjahr. Cashews sind nach Kaffee, das zweitwichtigste Exportgut aus Vietnam. In den ersten zwei Monaten 2017 sind die Exporte um 3,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken.

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