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Cashews: Exportnachfrage stützt den Markt

3. Juni 2020 um 14:46 , Der AUDITOR
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HANOI/NEU-DELHI. Die schwache Nachfrage aus dem Inland sowie dem Hauptabnehmerland Indien geben gibt dem vietnamesischen Handel zu denken. Diese Umstände schlagen sich auch auf die Preise nieder. Die Versorgung mit Rohware könnte im vierten Quartal kritisch werden.

Bedarf deutlich gesunken

Obwohl sich der Cashew-Markt momentan noch recht stabil hält, äußern vietnamesische Marktteilnehmer bereits seit einiger Zeit Bedenken bezüglich der sinkenden Inlandsnachfrage. Auch in Indien, dem größten Konsumenten von Cashewkernen, ist der Verbrauch aufgrund des langanhaltenden Lockdowns deutlich gesunken. Das liegt zum einen an dem geringeren Bedarf der Gastronomiebranche, zum anderen daran, dass viele große Feierlichkeiten wie Hochzeiten, die für gewöhnlich im Sommer vermehrt gefeiert werden, aufgrund der Coronavirus-Pandemie ausfallen.

Deutliche Preissenkungen

Die Exportnachfrage, vor allem aus der EU und den USA, ist für die Händler weiterhin zufriedenstellend. Eine Entwicklung ist schwer vorherzusagen, da sich auch die Wirtschaftssituationen der einzelnen Länder auf das Konsumverhalten auswirken wird. Aktuell rechnen Marktteilnehmer in Vietnam damit, dass die Nachfrage aus dem Ausland stabil bleiben wird. Aktuell liegen die Preise auf dem europäischen Spotmarkt für Cashews, W320 bei 5,99 EUR/kg. Auch bei den indischen Preisen können leichte Preissenkungen beobachtet werden.

Cashewpreise, Indien

Sorte

USD/kg

W240

9,38

W320

8,16

W450

7,25

LWP

7,10

SWP

6,22

FOB Indien

Rohwaren-Situation ungewiss

Die Verfügbarkeit von rohen Cashewnüssen stellt zurzeit noch kein Problem dar. Momentan werden die Ernten aus Vietnam und Kambodscha verarbeitet, diese reichen bis etwa Anfang August, um die Produktion am Laufen zu halten. Danach könnte es problematischer werden, da ein Großteil der Rohware in Westafrika lagert und die Lagerungsbedingungen dort sich oftmals negativ auf die Ware auswirken. Guinea-Bissau, ein weiterer großer Zulieferer für rohe Cashewnüsse, steht derweil weiter unter dem ausgerufenen Lockdown. Welche Auswirkungen das auf die Ernte und die Exporte haben wird, steht aktuell noch nicht fest.

Für mehr Informationen gehen Sie zu: 
- allgemeine Preischarts

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