Branchen-Kurznotizen: Vorsichtig optimistischere Erwartungen
5. Februar 2021 um 15:46 ,
Der AUDITOR
Das Deutsche Verpackungsinstitut (dvi) hat mit dem WWF eine repräsentative Umfrage zu den Themen Pfand sowie Behälter für Essen außer Haus (Take-away, to-go, Lieferdienste) durchführen lassen. Eine sehr große Mehrheit der Deutschen von 51,5 % sind der Meinung, dass Restaurants recyclingfähige Einweg-Behälter anbieten sollten. Gut 31,6% der Befragten können sich vorstellen, eigene verschließbare Behälter von zuhause mitzubringen, damit sie im Restaurant gefüllt werden können. Gut 24,0 % der Befragten würden für Pfandbehälter der Restaurants bzw. Lieferdienste plädieren, die nach Gebrauch wieder zurückgegeben werden. Immerhin 78,5% der Konsumenten würden sich danach für nachhaltige Verpackungsvarianten aussprechen.
Lambertz: Unter dem Strich zufrieden
Die Aachener Lambertz-Gruppe blickt auf ein außergewöhnliches, aber unter dem Strich zufriedenstellendes Saisongeschäft zurück. Die Corona-Krise hätte bei Herbst- und Weihnachtsgebäcken zu einer Ausnahmesituation geführt, sagte Professor Hermann Bühlbecker, Alleininhaber der Lambertz-Gruppe. Die Umsatzausfälle konnten aber durch gestiegene Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel ausgeglichen werden. Das Gesamtergebnis der Herbst- und Weihnachtssaison 2020 läge auf Vorjahresniveau, hieß es. Zum guten Gesamtergebnis haben die kühlen Wetterbedingungen und die Tatsache beigetragen, dass sich Verbraucher in bitteren Zeiten gern etwas Süßes gönnen. Allerdings gäbe es auch negative Entwicklungen im Export, durch Umsatzverluste in Spanien und Frankreich, die durch Lockdowns verursacht wurden. Trotz der Corona-Krise wird die Lambertz-Gruppe ihre Maßnahmen, die Sortimentserweiterungen, Vertriebs- und Marketing-Projekte sowie Investitionsvolumen betreffen, 2021 wie geplant fortsetzen.
Bake Off-Station: Rewe Group testet neue Regalsysteme
An drei MERKUR-Standorten in Österreich testet die Rewe Group eine neue digitale Lösung für ihre Bake off-Stationen. Das eingesetzte „Smart-Shelf“, ein neues Wiegesystem, erkennt, wann welches Gebäck aus dem Regal entnommen wurde und leitet die Information an den Ladenbackofen weiter. Hat das Regal im Laufe der Zeit genügend Daten gesammelt, kann das Bake Off an Wochentage, Uhrzeiten und Wetter angepasst werden. Weil eine Preisanpassungsfunktion integriert ist, kann das System den Verkaufspreis automatisiert reduzieren, sollte gegen Ende der Öffnungszeiten noch große Menge bestimmten Gebäcksorten übrig sein. MERKUR testet das „Smart-Shelf“ in Märkten in Baden, am Wiener Westbahnhof und in Leoben.
Zentralverband fordert Bürokratieabbau
Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks fordert von der Bundesregierung, die Betriebe von überbordender Bürokratie zu befreien. Die Bon-Pflicht sei ein Beispiel dafür. „Wir spüren enormen Unmut in unserer Branche. Die Regierung muss daher dringend das versprochene Bürokratieentlastungsgesetz IV auf den Weg bringen und dabei unsere Vorschläge zum Bürokratieabbau berücksichtigen“, fordert Hauptgeschäftsführer Daniel Schneider. Der Zentralverband hatte dazu achtundvierzig Vorschläge unterbreitet.