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Branchen-Kurznotizen: Trends bei Pizzen, Schokolade und Kaffee

11. Februar 2022 11:29, Der AUDITOR
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FRANKFURT. Informationen aus Backbranche und Fachhandel. Premium-Tiefkühlpizza-Hersteller Gustavo Gusto will expandieren. Guylian setzt auf moderneres und frischeres Design. Alfred Ritter ist auch dank Nachhaltigkeitskonzepten sehr erfolgreich. Kaffeepreise steigen.

Premium-Tiefkühlpizzen „Gustavo Gusto“ erfolgreich
2021 ist für den Hersteller von Premium-Tiefkühlpizzen „Gustavo Gusto“ wirtschaftlich hervorragend gelaufen. „Wir konnten beim Absatz und Umsatz erheblich zulegen, das im fünften Jahr in Folge", erklärt Christoph Schramm, Gründer und Geschäftsführer. Das Unternehmen plant für das nächste Jahr eine Ausweitung der Aktivitäten in Österreich, in der Schweiz und weiteren Ländern in Europa. Gustavo Gusto startete vor fünf Jahren als Hersteller von Premium-Tiefkühlpizzen. In der Zeit stieg der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen auf rund 73 Mio. EUR (2020: 50 Mio. EUR). Auch die Zahl der Beschäftigten stieg erheblich an und liegt bei 400. Ein zweites Werk soll im Laufe des Jahres 2022 mit der Produktion starten und die hohe Nachfrage noch besser erfüllen. Nicht ganz zufrieden ist man mit dem Umsatz beim Speiseeis. Leider hat uns das kühle und feuchte Wetter den Absatz verregnet, hieß es. Gustavo Gusto ist eine Marke der Franco Fresco GmbH & Co. KG. Zum Sortiment gehören TK-Premiumpizzen, die im LEH in Deutschland, Österreich, in der Schweiz sowie im Onlinehandel und im Quick-Commerce angeboten werden. Seit Mitte 2021 bietet Franco Fresco auch Speiseeis unter der Marke Gustavo Gusto an.

Guylian setzt auf moderneres und frischeres Design
Nach fast 60 Jahren treten die belgischen Meeresfrüchte-Pralinen aus Schokolade von „Guylian“ im neuen Erscheinungsbild auf. „Durch Veränderung unseres Designs und unserer Marke wollen wir den unvergleichlichen Geschmack von Schokoladen-Meeresfrüchten einer breiteren Zielgruppe näherbringen“, sagteTom Snick, CEO von Guylian. „Die Verpackung hat ein moderneres und frischeres Design, während das luxuriöse Aussehen beibehalten wird.“ Das Unternehmen setze bewusst auf ein begrenzteres Sortiment, das ganzjährig erhältlich sein soll. Im Fokus stehen dabei die bekannten Produkte: Die Original Belgischen Meeresfrüchte-Pralinen und Seepferdchen sowie die Temptations, einzeln verpackte Seepferdchen und die Guylian Premium Tafelschokolade.

Tchibo erhöht erneut Kaffeepreise
Der führende deutsche Kaffeeröster Tchibo reagiert auf die unablässig steigenden Einkaufspreise und erhöht zum zweiten Mal binnen neun Monaten die Kaffeepreise. Je nach Sorte und Herkunftsland sollen die Verkaufspreise zum 21. Februar zwischen 0,50 - 1,30 EUR je Pfund steigen, kündigte das Unternehmen letzte Woche in Hamburg an. Verantwortlich sei vor allem die anhaltend ungünstige Erntesituation in Brasilien. Sie hat schon das ganze Jahr 2021 über die Einkaufspreise für Rohkaffee in die Höhe getrieben. Bohnen der Sorte Arabica, die rund 60% der globalen Kaffeeproduktion ausmachen, werden auf einem Preisniveau gehandelt, das der Kaffeemarkt ein Jahrzehnt lang nicht kannte. „Wir haben lange gezögert, aber seit vergangenem Sommer sind die Rohkaffeepreise um 50% gestiegen. Dieser Entwicklung tragen wir Rechnung und passen nun unsere Verkaufspreise an“, sagte Tchibo-Sprecher Arnd Liedtke. Tchibo versicherte, die Verkaufspreise würden wieder sinken, „sobald die Rohkaffeepreise dies zulassen“.

Alfred Ritter dank Nachhaltigkeit erfolgreich
Der Schokoladenhersteller Alfred Ritter konnte 2021 seinen Umsatz um gut 7% auf 505 Mio. EUR steigern. Ritter Sport sieht den Faktor Nachhaltigkeit als entscheidend für den Erfolgskurs. „Auch für uns ist Wachstum wichtig, aber Erfolg messen wir anders“, betont Alfred-Ritter-CEO Andreas Ronken. Schon vor 30 Jahren, als Ritter das erste Kakaoprogramm startete, sei nachhaltiger Anbau für das Unternehmen wichtig gewesen, auch wenn dies zu dieser Zeit für die meisten Menschen wenig relevant und nicht kaufentscheidend gewesen sei. „Wir haben dennoch daran festgehalten und unser Nachhaltigkeitsengagement auf allen Ebenen kontinuierlich ausgebaut. Jetzt beginnen sich die jahrzehntelangen Investitionen auszuzahlen“, so Ronken. Für 2022 will der Produzent erstmals Zertifikate aus der eigenen Wertschöpfungskette zur Kompensation bislang unvermeidbarer CO2-Emissionen einsetzen. Mittlerweile stammen rund 70% des Kakaos aus eigenen Kakaoprogrammen. Wir wissen damit nicht nur, wo, von wem und wie unser Kakao angebaut wird, wir setzen auch gemeinsam mit unseren Partnern konkrete Maßnahmen um, die dazu beitragen, soziale, wirtschaftliche und ökologische Bedingungen in den Herkunftsländern nachhaltig zu verbessern.

 

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