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Branchen-Kurznotizen: Neue Shop-Formate getestet

30. März 2021 15:48, Der AUDITOR
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FRANKFURT. Informationen aus Backbranche und Fachhandel. Bei Lebensmitteldiscountern werden neue Shop-Formate und Online-Bezahldienste getestet. Auch neue Backwaren-Sortimente bereichern das Angebot im SB-Regal. Die südpack startet 2022 in neuen Turnus.

Die Spezial-Diät-Bäckerei Poensgen baut im Gewerbegebiet der Stadt Eschweiler nahe der Autobahn A4 einen neuen Standort. Auf 2,1 ha großer Fläche entsteht eine neue Produktion mit Lager, Logistik und Verwaltung. Poensgen produziert rund 200 verschiedene glutenfreie Backwaren. Die Nachfrage wachse, darum werde mehr Platz gebraucht. Ab Januar 2022 will das Unternehmen am neuen Standort produzieren.

südback startet ab 2022 in neuem Turnus
Die Corona-Pandemie zwingt Messen neuen Rhythmus auf. Der nächste Branchentreff in Stuttgart ist vom 22.-25. Oktober 2022 geplant. Danach geht es im Oktober 2024 und voraussichtlich im September 2025 weiter. „Wir haben jetzt Planungssicherheit und gehen davon aus, dass die Rahmenbedingungen 2022 eine sichere Durchführung von Messen ermöglichen“, sagte Martin Reinhardt, Landesinnungsmeister des Württembergischen Bäckerhandwerks. Den Messeauftakt im kommenden Jahr macht die SACHSENBACK, die vom 2.-4. April 2022 in Dresden stattfinden soll.

„Harry-Regional“ - neues Konzept fürs SB-Regal
Mit „Harry-Regional“ bringt Harry Brot ein Regional-Konzept ins SB-Regal. Zur Range gehören zehn Sorten, die an fünf verschiedenen Harry-Standorten entwickelt und dort gebacken werden, mit Blick auf regionale Geschmäcker und für die Region typischen Zutaten. Der Großbäcker folgt damit dem Megatrend zu Regionalität. Laut BMNL Ernährungsreport 2020 ist es für 83% der Verbraucher sehr wichtig, dass ein Lebensmittel aus der Region stammt. Sie greifen verstärkt auf Produkte mit kurzen Transportwegen und Zutaten aus der Region zurück. Die Private Label Manufacturers Association (PMLA) sieht Anzeichen dafür, dass Aldi Vorbereitungen auf den Einstieg in den E-Food-Handel in Deutschland trifft. Aldi Nord und Süd gründeten ein E-Commerce-Unternehmen, um den Online-Service „Aldi liefert“ unter einem Dach zu vereinen. Einige ausländische Aldi-Töchter haben bereits erste Schritte in Richtung Online-Handel unternommen. So wurde in Irland und Großbritannien ein Click-and-Collect-Service eingeführt.

Schwarz-Gruppe testet die „Shop Box“
Mit der „Shop Box“ und der „collect.box“ testet die Schwarz-Gruppe zwei smarte Shop-Formate. Kein Scannen der Ware, kein Check out, bezahlt wird automatisiert per App. Während in der shop.box das Sortiment präsentiert wird, werden in der collect.box die gewählten und vorab über eine App reservierten Artikel automatisiert in einem Ausgabefach bereitgestellt. Beide Pilot-Convenience-Märkte befinden sich auf dem Bildungscampus der Dieter Schwarz-Stiftung in Heilbronn. Dabei sollen Deckenkameras und Bewegungssensoren die Kunden im Laden orten und Artikel erkennen. Mit Wiegesensoren „merken“ smarte Regale, wie viele Produkte entnommen oder zurückgestellt werden. Eine Software ordnet dem jeweiligen Kunden den Warenkorb zu. Bezahlt wird per Online-Lastschriftverfahren via Klarna.

ARYZTA: 850 Mio. US-Dollar fürs Nordamerika-Geschäft
Der schweizerisch-irische Backwarenkonzern ARYZTA hat sein Nordamerika-Geschäft für 850 Mio. US-Dollar verkauft. Die Transaktion dient dem Schuldenabbau und ist Teil der Strategie, sich auf die Märkte in Europa und Asien zu konzentrieren. Käufer ist eine Tochtergesellschaft des amerikanischen Private-Equity-Unternehmens Lindsay Goldberg. „Diese Vereinbarung stellt einen bedeutenden Wendepunkt für ARYZTA dar und ist eine Bestätigung unserer Vereinfachungsstrategie bis hin zur Option des Komplettverkaufs“, so Urs Jordi, Chairman und Interims-CEO von ARYZTA. Wir können uns nun auf weitere operative Verbesserungen und die Rückkehr zu organischem Wachstum konzentrieren, hieß es weiter.

Altbier-Retter-Bäcker
Die Privatbrauerei Füchschen in Wuppertal hatte 6.000 Liter Altbier gebraut, aber wegen Corona keine Kunden gefunden. Wegschütten? Geht gar nicht. Die Düsseldorfer Handwerksbäcker hatten eine bessere Idee und schoben die Altbier-Rettungsbrot-Aktion an. Ein Sauerteigbrot mit Altbier, dafür ohne Wasser, wurde entwickelt, als Altbier-Rettungsring geformt, gebacken und verkauft. Der Erlös geht an die Brauerei, denn die hatte den Bäckereien das Altbier, nach Entwertung durch den Zoll, für umsonst überlassen.

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