Branchen-Kurznotizen: Gute Nachrichten für Sternenbäck-Gruppe
2. Dezember 2020 um 16:05 ,
Der AUDITOR
Das Glasursortiment von der Martin Braun KG gibt sich einen neuen Namen. „Mohrenglanz“ heißt jetzt „Kuchenglanz“. Der Name sei nicht mehr mit dem Verständnis zur sozialen Verantwortung vereinbar, hieß es vom Unternehmen. Ab 1. Januar 2021 stehen unter dem neuen Namen „Kuchenglanz“ die mittlerweile fünf Sorten Zartbitter, Vollmilch, Nuss, Vanille und Zitrone zur Verfügung. Die Rezeptur wurde nicht verändert.
Keine ISM und ProSweets Cologne in 2021 in Köln
Noch vor zwei Wochen waren Koelnmesse und Spitzenverbände der deutschen Süßwaren- und Snackindustrie zuversichtlich, dass die beiden Messen ISM und ProSweets Cologne 2021 in verkleinertem Umfang stattfinden werde. Nun werden die beiden Messen abgesagt. Steigende Infektionszahlen, damit einhergehende Lockdowns sowie Reiserestriktionen, zwingen zu diesem Schritt. Das geplante digitale Format Matchmaking 365+ soll ebenfalls nicht zum Einsatz kommen. Stattdessen planen beide Messen eine Kampagne zur Vorstellung wichtiger Branchenentwicklungen, Neuheiten und Trends aus den Bereichen Süßwaren und Snacks. „Wir bedauern dies und haben fest daran geglaubt, dass wir der Süßwaren- und Snackbranche mit der ISM und ProSweets Cologne 2021 einen Re-Start ermöglichen können“, erklärte Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse.
Sternenbäck: Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu
Die insolvente Sternenbäck-Gruppe konnte gerettet werden, was eine gute Nachricht für die Branche darstellt. Die Gläubiger haben die Insolvenzpläne für jede der vier Gesellschaften angenommen, hieß es. Damit wäre der Weg frei, dass die Eigenverwaltungsverfahren der Sternenbäck-Gruppe (Bumüller GmbH & Co. Backbetriebe KG, Sternenbäck GmbH, Sternenbäck GmbH Gera und Sternenbäck GmbH Spremberg) durch das Amtsgericht Hechingen in naher Zukunft wieder aufgehoben würden. Damit wäre der Fortbestand der derzeit 170 Filialen und drei Produktionsstandorte in Hechingen, Gera und Spremberg mit 1.400 Mitarbeitern gesichert. Im Mai hatte das Unternehmen wegen hoher Umsatzeinbußen aufgrund des Lockdowns ein Schutzschirmverfahren beantragt. Künftig will die Sternenbäck-Gruppe noch mehr auf Frische setzen. Das Sortiment wird um Themen wie Bio, Vegan, Vegetarisches ergänzt, um die Trends im Markt noch bewusster zu bedienen.
Aldi Süd will mit Bäckereien kooperieren
Aldi Süd will stärker mit regionalen Bäckereien zusammenarbeiten. Dabei hieß es, dass derzeit 26 Aldi Süd- Regionalgesellschaften mit 33 regionalen Bäckereien kooperieren wollen. Diese Bäckereien würden dann täglich rund 840 Filialen mit frischen regionalen Produkten beliefern. Geplant sei, dass im Frühjahr 2021 rund 1000 Filialen auf diesem Wege regionale Backwaren anbieten könnten. Das Angebot des regionalen Bäckers würde durchschnittlich 20 Artikel umfassen und könnte je nach Filialgröße und Bäckerkooperation variieren. Die ersten Kooperationen sollen Anfang des Jahres beginnen.