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Branchen-Kurznotizen: Gewinner und Verlierer

17. Dezember 2021 15:08, Der AUDITOR
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FRANKFURT. Informationen aus Backbranche und Fachhandel. Zum Ende des Jahres gab es positive, aber auch weniger gute Nachrichten aus der Branche. Die Corona-Pandemie hinterlässt deutliche Spüren, darüber besteht überhaupt kein Zweifel.

Corona drückt auf die Stimmung
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im November auf 96,5 Punkte gefallen, nach 97,7 Punkten im Oktober. Die Unternehmen waren unzufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Lieferengpässe und die vierte Coronawelle machten den Unternehmen zu schaffen, so das ifo Institut.

Gutes Geschäftsjahr für Dermaris
Für Dermaris, Spezialist für Backwaren im Segment High-Quality-Convenience, ist 2021 vieles positiv verlaufen, konnte das Unternehmen den Umsatz um rund 5% zum Vorjahr steigern. Mehrere Neuprodukte und Steadyseller hätten dazu beigetragen, hieß es. Danach habe auch die Pandemie die Nachfrage nach Convenience-Produkten gefördert, durch zunehmenden Verzehr im Homeoffice oder am Arbeitsplatz, da viele Kantinen geschlossen blieben. 2021 platzierte das Unternehmen, welches in Lippstadt und Rietberg produziert, zehn Neueinführungen, wie auch die italienische Focaccia. Als Steadyseller haben sich Pizzabrötchen und Pizzaschnecken erwiesen. Das Portfolio umfasst rund 100 Produkte, darunter ungekühlte, gekühlte sowie TK-Produkte. Der Vertrieb läuft über LEH und Großverbraucher wie Hotels, Restaurants oder Cat

Touristen fehlen: Salzburg Schokolade ist insolvent
Der Süßwarenhersteller Salzburg Schokolade mit Sitz in Grödig ist leider in Schieflage geraten. Rund 140 Mitarbeiter und eine dreistellige Anzahl an Gläubigern wäre betroffen, hieß es. Das Unternehmen, das für Mondelez International die „Echte Salzburger Mozartkugel" Mirabell herstellt, beliefert unter der Marke „Nordpol“ auch Bäckereien und Konditoreien mit Halbfabrikaten wie Nougat, Marzipan, Kuvertüren, Waffeln oder Glasuren. Grund für die Insolvenz wäre die Pandemie gewesen. Das Ausbleiben von Touristen und Veranstaltungen in 2020 habe zum Umsatzrückgang geführt, den man 2021 nur teils habe kompensieren können.

Le Duff übernimmt TK-Produkthersteller Frial
Die Groupe Le Duff mit Hauptsitz in Rennes/Frankreich übernimmt den französischen Hersteller für tiefgekühlte Premiumprodukte Frial. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt TK-Fertiggerichte sowie TK-Meeresfrüchte und erzielte 2020 über 182 Mio.EUR Umsatz. Für Le Duff ist die Übernahme ein wichtiger Schritt, um die Position im Segment der TK-Premium-Fertiggerichte zu stärken und das bestehende Angebot von Cité Gourmande zu ergänzen. Le Duff erwirtschaftet einen Umsatz von mehr als 2 Mrd.EUR (2019) und ist in über 100 Ländern mit 1.500 Restaurants und Bäckerei-Cafés vertreten. Zur Gruppe gehören Marken wie Kamps, Brioche Dorée, La Madeleine sowie Le Fournil de Pierre. Unter Bridor und Cité Gourmande stellt das Unternehmen Back- und Konditoreiwaren sowie TK-Gerichte her. 

Manner mit neuem Marketingleiter
Beim österreichischen Waffelhersteller Manner übernimmt Rainer Storz den Bereich Marketing und Innovation. Der frühere Manager Ulf Schöttl hatte das Unternehmen verlassen. Storz Karriere begann 2000 bei Kraft Foods Österreich im Brand Management. In seiner letzten Station bei Kraft Foods verantwortete er als Senior Brand Manager die Marken Milka, Suchard und Bensdorp sowie die Entwicklung neuer Milka Sortimente. 2006 wechselte Storz als Leiter Produktentwicklung und Marketing zur ARAG Österreich und war ab 2009 bei Merz Consumer Care Österreich Marketingleiter. Seit 2010 war Storz für Rauch Fruchtsäfte als International Marketing Manager tätig.

BENEO erhöht Verarbeitungskapazität für Ballaststoffe
BENEO will die Kapazitäten seiner Produktionsstätten in Belgien und Chile um mehr als 40% ausbauen. In beiden Werken produziert die Südzucker-Tochter präbiotische Ballaststoffe aus der Zichorienwurzel. Im ersten Schritt werden 30 Mio.EUR investiert. Die Bauarbeiten in Oreye (Belgien) und Pemuco (Chile) beginnen 2022. Mit der Kapazitätserweiterung bedient das Unternehmen die wachsende Nachfrage der Lebens- und Futtermittelindustrie nach Inulin und Oligofruktose. Laut Euromonitor ist die Zahl der Produkteinführungen mit Inulin seit2017 weltweit um 50 % gestiegen.

Fredy's verarbeitet nur noch Butter von Appenzeller Milch
Die Schweizer Fredy's AG aus Baden will künftig nur noch Butter der Appenzeller Milch AG verwenden. Nach pestizidfrei angebautem und verarbeitetem Getreide der Lindmühle Birmensdorf und dem Sel des Alpes aus den Salinen von Bex, sei ein weiterer wichtiger Rohstoff für die feinen Backwaren wie Gipfeli, Zöpfe und Co. nachhaltig definiert, hieß es vom Unternehmen.  

 

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