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Branchen-Kurznotizen: Gesünder ernähren und weniger Verpackung

6. August 2021 10:55, Der AUDITOR
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FRANKFURT. Informationen aus Backbranche und Fachhandel. Ungesunden Lebensmittel hat die britische Regierung den Kampf angesagt und will Werbung dafür einschränken. In Deutschland testet der LEH neue Wege zur Vermeidung von Umverpackungen. Die Generation Z wünscht sich besseren Zugang zu gesunder Ernährung.

Britische Regierung will Werbung für „Ungesundes" einschränken
Die britische Regierung gab bekannt, dass ab Oktober 2022 die Werbung für ungesunde Nahrungsmittel eingeschränkt wird, um Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen entgegenzutreten. Es geht um Werbeaktionen von Lebensmittelhändlern, die mit „nimm 3, zahl 2" zu mehr Konsum anregen. Auch soll aggressive Werbung für ungesunde Produkte an Kassenplätzen, im Eingangsbereich oder an Regalköpfen vermieden werden. Kriterien sind zu viel Zucker, Salz oder Fett. Maßstab dafür ist das Nutrient Profiling Model, das 2004/2005 von der staatlichen Food Standards Agency entwickelt wurde. Überwachen sollen es die lokalen Behörden.

Was Z-Generation vom Ernährungssektor erwartet
Eine Studie des EIT Food hat quer durch Europa junge Menschen der Generation Z (geboren nach 1995/1996) befragt, was ihnen wichtig ist, wenn es um Ernährung sowie Art und Weise, wie Lebensmittel angeboten und beworben werden, geht. Das EIT Food wurde von der Europäischen Innovations- und Technologieinstitut EIT gegründet und vereint Partner aus dem Lebensmittelsektor. Dabei wünschen sich 67% der jungen Leute einen besseren Zugang zu gesunder Ernährung und Preise, die auch bezahlbar sind. Sie wollen mehr Unterstützung und Beratung, selbst mehr Einfluss nehmen. 82% aller jungen Frauen wollen mehr Beratung über Zusammenhänge von Ernährung und mentaler Gesundheit. 78% aller jungen Leute wollen Transparenz und Unterstützung über gesunde Ernährung und Herstellungsprozesse durch Lebensmittelhersteller und staatliche Stellen.

Ohne Verpackung kommt bei Verbrauchern gut an
In Städten gibt seit einiger Zeit Lebensmittelgeschäfte, die ihre Waren lose verkaufen bzw. sie in mitgebrachte Gefäße der Kunden verpacken. Der Trend kommt offenbar gut an. Handelskonzern Kaufland beginnt in ausgesuchten Märkten einen Versuch mit unverpackten Produkten. Ein Online-Supermarkt namens GerneOhne, der seine Ware in ein Glas-Mehrwegsystem liefert, startete bereits Anfang Juni in München. Die Pfand-Gläser werden bei der nächsten Lieferung zurückgenommen, gereinigt und wiederverwendet. Das derzeitige Sortiment besteht aus Bio-Produkten wie Mehl, Zucker, Salz, Nüsse, Nudeln, Reis, getrocknete Früchte, Tees oder Lakritz-Schnecken und wird erweitert.

Gastronomen bieten Frühstück per „Box“
Weil das Brunchen außer Haus immer noch nicht so einfach ist wie vor der Pandemie, haben sich Gastronomen darauf verlegt, Liebhabern morgendlichen Genüsse „Frühstücksboxen" anzubieten. Das Café „Mit Herz & Zucker" in Hamburg ist ein Beispiel dafür. Die Auswahl reicht von süß bis herzhaft, von edel belegter Stulle bis hin zum Croissant, dazu Müsli, Quark mi hausgeröstetem Granola, Zimtschnecken, Orangensaft und vieles mehr, hieß es. Natürlich gibt es auch eine vegane Frühstücksbox. Die Box steht zum Abholen bereit oder wird geliefert.

VDB-Jahrestagung in Berlin
Vom 17.-19. September findet in Berlin die VDB-Jahrestagung statt. Am 17. September gibt es u.a. Besichtigungen bei Harry Brot in Marzahn, bei der Bäckerei Schäfers in Berlin sowie bei der Berliner Kaffeerösterei. Am 18. September bietet die VDB geführte Touren durch die Stadt, z.B. zu neuen Konzepten des Frischbackwarenverkaufs, zu Biosupermärkten sowie zur Berliner Kaffeerösterei.

Bei „Aida“ Tortencreme im Becher
Die Konditorei Aida ist ebenso wie ihre Torten eine Institution in der österreichischen Hauptstadt. Jüngste Idee des Hauses: Tortencremes soll es künftig auch im Becher geben. Begonnen wird mit den berühmten Kardinalschnitten, Erdbeer- und Himbeertorten sowie den Cremeschnitten. Die Cremes, die üblicherweise die Gebäcke füllen, gibt es als Dessert im Becher für 4,90 Euro das Stück.

Archer Daniels Midland übernimmt Sojaprotein
Unternehmen „Sojaprotein“, das sich auf gentechnikfreie Sojazutaten spezialisiert hat und bisher zum serbischen Ölsaatenkonzern Victoria Group gehört, will der US-Agrar- und Rohstoffkonzern Archer Daniels Midland ADM Sojaprotein übernehmen. Hintergrund ist der wachsende Bedarf gentechnikfreier Sojaprodukte für die Herstellung von Fleischalternativen. Der Markt für solche Sojaprodukte, so schätzt ADM, wird sich in den nächsten zehn Jahren verdreifachen. In Deutschland betreibt ADM die größte Ölsaatenraffineriegruppe mit Sitz in Hamburg und diversen Produktionsstandorten. Außerdem kaufte ADM die Alfred C. Toepfer International und übernahm den Aromen-Hersteller Wild.

 

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